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Auf den Spuren der Drachenreiter

19 Jahre nach Drachenreiter geht das Abenteuer weiter.
Wisst ihr noch, wie alles begann?

Schlechte Nachrichten

»Die Menschen kommen! Weißt du, was das heißt, du blätterwühlender, pilzfressender, zottelköpfiger Kobold? Sie kommen hiiiierheeer!« Totenstill war es plötzlich.

Die große Stadt
und der kleine Mensch

Dann kroch ein Menschenjunge zwischen den Kisten hervor. Erschrocken wich Schwefelfell zurück. Als der Junge aufstand, war er ein ganzes Stück größer als sie. Ungläubig starrte er das Koboldmädchen an. Dann sah er den Drachen.

Die Schiffsratte

»Wo der Saum des Himmels ist, weiß niemand. Über den gibt es nur ein paar vage Gerüchte, nicht mehr. Aber das höchste Gebirge der Welt ist ohne Zweifel der Himalaja. Allerdings – für einen Drachen eine sichere Reiseroute dorthin zu finden, das ist wirklich eine schwierige Aufgabe.«

Professor Wiesengrund erzählt

»Eine Kollegin, die berühmte Subaida Ghalib, hat sich damals auf die Suche gemacht, leider vergebens. Obwohl niemand auf der Welt mehr über Drachen weiß als sie.« Der Professor sah Lung an. »Vielleicht solltet ihr sie besuchen. Sie ist im Moment in Pakistan. Wenn ihr zum Himalaja wollt, liegt das auf eurem Weg.«

»Weil dieser Dschinn die Antwort auf jede Frage dieser Welt kennt.« »Von jeder?«, fragte Ben ungläubig. Barnabas Wiesengrund nickte. »Fliegt zu ihm. Und fragt ihn, wo der Saum des Himmels liegt. Es ist ein Umweg für euch, aber ich glaube, auch der könnte sich lohnen. Hier. Ihr müsst ans untere Ende der arabischen Halbinsel.«

Die Schlucht des Dschinns

»Folge dem Indus und suche die Bilder meiner Augen!«, dröhnte Asif. »Suche sie. Betrete den Palast, der am Berg hängt, und zerschlage das Licht des Mondes am Kopf des steinernen Drachen. Dann werden dir zwanzig Finger den Weg zum Saum des Himmels zeigen. Und Gold wird weniger wert sein als Silber.«

Burr-Burr-Tschan

»Ja, die Drachen verstecken sich in einer Höhle«, sagte er langsam. »In einer wunderbaren Höhle, die tief in der Bergkette liegt, die man den Saum des Himmels nennt. Wir haben ihnen diese Höhle gegraben, wir, die Dubidai, die Kobolde dieser Berge.«

Der Saum des Himmels

Lung flog. Die neun weißen Gipfel, die den Saum des Himmels bildeten, schimmerten in der Ferne, als bliebe das Sternenlicht an ihnen haften. Im Windschatten des Drachen flog das Flugzeug der Ratte.

Das Tal war noch schöner als in seinen Träumen. Lung betrachtete den Saum des Himmels, blickte hinab auf das Meer von blauen Blumen, bedeckt mit Mondtau, und sog ihren Duft ein, der bis zu ihm heraufstieg. Dann schloss er die Augen – und spürte die Nähe der anderen Drachen.

Diese Geschichte ist für die, die den Mut haben, zu beschützen statt zu beherrschen, zu behüten statt zu plündern und zu erhalten statt zu zerstören.

Das Abenteuer geht weiter: Mit Lung und Ben und all den anderen, die ihr in Drachenreiter lieb gewonnen habt. Diesmal geht es nach Norwegen, Indien und Indonesien.

Der Dressler Verlag veröffentlichte Die Feder eines Greifs Ende September 2016. Und wer sich die Geschichte von Rainer Strecker und Cornelia lieber vorlesen lassen möchte: Das Hörbuch ist zeitgleich in Cornelias Hörbuchverlag Atmende Bücher erschienen.