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Toivo Franzki

Diebe

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Wir sind Diebe

Diebe der Liebe;

der Lieben waren wir einst Sieben,

Sieben und einer,

ist fast Keiner!

17 Millionenließen ihr Leben,

ihrer Gleich wird’s keine geben

s' gab kein Verschonen!

Wer wird's ihnen lohnen?

Drei sind gegangen,

von G'vater Tod gefangen,

durch Kugeln und Granaten,

s'gibt tausende von Arten,

doch keine Heldentaten!

G'vater ist der Tod,

G'vater zerstört das Lot,

G'vater sät die Not,

und erntet.

Hier stehen wir,

sind nur noch Viere,

sind keine Menschen,

keine Tiere!

Unser Zuhause,

ist nicht da Draußen,

ist nicht Daheim,

ich mach mir keinen Reim!

Unsre Erben,

wir besiegelten Ihr Verderben!

Was haben wir Ihnen gelassen;

außer leeren Kassen?

Sie werden uns hassen!

Denn der Krieg

kennt keinen Sieg.

Und der Krieger,

wird nicht zum Sieger!

Sieger ist der G'vater,

der

G'vater ist der Tod,

G'vater zerstört das Lot,

G'vater sät die Not,

und

erntet.

Toivo Franzki, Januar 2013, Deutschunterricht.

3 Kommentare

Outlook am 15. November 2016

Schöne Geschichte!

Elena am 4. September 2013

Wundervoll... Ich musste erst einmal nachdenken... aber ich habe -glaube ich zumindest- den Sinn verstanden. Schön formuliert

Ella am 4. September 2013

Wow, das ist ja schon fast depressiv. Ein sehr brutales Bild vom Tod. Und wahrscheinlich hast du auch (leider) recht. Lg Ella