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Lina

Kleingeldliebe

Kapitel 1

„Guck mal, da ist er wieder!“, ich zupfte meine beste Freundin aufgeregt am Ärmel. Wir standen auf dem Schulhof und beobachteten unseren heimlichen Schwarm.
„Oh, er ist ja so was von süß“, meine Freundin Mira war völlig aus dem Häuschen. Ich konnte ihre Gefühle verstehen, denn dieser Junge war wirklich so was von süß. Die Sonne schien in sein Gesicht, was ihn noch viel süßer machte. Ich wusste, dass ich nicht wirklich eine Chance bei ihm habe, denn wieso sollte er als Neuntklässler sich für eine kleine und kindische Achtklässlerin interessieren? Trotzdem gab ich die Hoffnung nicht auf, auch deshalb nicht, weil er noch keine Freundin hatte. Zumindest glaubte ich dass, denn er hing immer nur mit seinen Kumpels rum. Die Mädchen schienen ich ihn gar nicht zu interessieren.

„Schau mal, jetzt geht er Richtung Mensa.“, die aufgeregte Stimme von Mira riss mich aus meinen Gedanken und zusammen gingen wir den fünf Jungs nach. Die amüsierten sich offenbar richtig gut, denn selbst auf diesen Abstand konnten wir ihr Gelächter hören. Da kam auf einmal ein hübsches Mädchen auf unseren gemeinsamen Schwarm zu. Wir beide hielten die Luft an.
Für mich würde eine Welt zusammen brechen, wenn sich jetzt herausstellte, dass ER eine Freundin hätte und noch dazu eine ziemlich hübsche. Mira und ich stießen hörbar die Luft aus, als das Mädchen sich gleich darauf wieder von unserem Schwarm abwandte.

Die fünf Jungs betraten die Mensa und wir beide natürlich hinterher. Die Jungs stellten sich in die Schlange vor unserem kleinen Schulkiosk an. Ich zog Mira schnell in eine Ecke, in der wir einen sehr guten Beobachtungsposten hatten, um IHN zu beobachten. Ich lehnte mich an die Wand, die schön kalt war zu dieser Jahreszeit. Draußen waren es über 30 Grad und die Sonne schien heiß vom blauen Julihimmel. Auf einmal hörte ich eine Stimme, die mich aus meinen Gedanken riss: „Hi“

Ich blickte auf und sah in das Gesicht meines Schwarms. Seine schokoladenbraunen Augen waren auf mich gerichtet, also sprach er mit mir! „Hi“, brachte ich nur hervor und lief puterrot an. Dass war mal wieder typisch! Er sprach mich an und ich konnte nicht mehr klar denken. Meine Gedanken waren wie durch einen weißen Nebel verhangen.
„Kannst du mir etwas Kleingeld leihen?“
Seine Stimme war männlich rau. Eine wunderschöne Stimme. Ich hatte mich in sie verliebt. Liebe. Ich wusste nicht warum ich mich in einen Typen verliebt habe, von dem ich noch nicht mal seinen Namen kannte. Liebe.  
„Ja. Natürlich.“, ich brachte keine vernünftigen Worte mehr zu Stande. Liebe. War dies Liebe? Ich kramte zwei Eurostücke aus meiner Tasche und gab sie ihm. Er guckte mir dabei mit seinen dunkelbraunen Augen in meine. Ich konnte dem nicht standhalten und blickte zu Boden.
„Danke.“ „Gern geschehen.“, ich sah ihm nach, wie er wieder zu seiner Jungs Gruppe ging. Sie lachten und blickten zu uns. Ich nahm Mira, die noch ganz gelähmt dastand, und rannte mit ihr nach draußen.

Kapitel 2

Als wir draußen vor der Mensa auf dem Schulhof standen und nach Atem ringen, fragte Mira: „ Wieso sind wir rausgerannt, du konntest mit ihm reden und hast es nicht genutzt!“, der Vorwurf in ihrer Stimme war nicht zu überhören. Ich ließ mich auf eine Bank plumpsen und dachte nach:
„Ist das etwa Liebe, wenn er mich fragt, ob ich ihm Geld geben kann und er nicht einmal Bitte sagt und dann hinterher über mich lästert?!“ „ Das meinte er bestimmt nicht so, du wirst schon
sehen!“, Mira klang immer noch optimistisch. Ich hatte meinen Optimismus verloren. Ich nahm meine Schultasche und meinte zu Mira: „ Sagst du Frau Liepholt, dass ich nach Hause gegangen bin, weil mir schlecht war?“, ich konnte doch nicht jetzt in der Schule bleiben und womöglich IHM begegnen…  Mira nickte und ich glaubte sie hatte mich verstanden:
„Ich ruf dich später noch an!“
Dann begleitete sie mich zum Schultor und wir verabschiedeten uns mit einer Umarmung. Ich entfernte mich von unserer Schule und ging Richtung Stadt. Eigentlich wär ich ja nach Hause gegangen, aber meine Mutter bemerkte sofort, wenn ich nicht krank war, denn sie war Oberkinderärztin in einem großen Krankenhaus hier in der Stadt.

Ich schlug den Weg ein, der zum Hafen führte und ging in ein kleines Café. Dieses Café hatte mich schon des Öfteren beherbergt. Hier würde sich keiner aus meiner Familie blicken lassen. Viel zu klein und ungepflegt war es. Ich bestellte eine heiße Schokolade und setzte mich an einen der hintersten Tische. Nur für alle Fälle. Der Kellner kam und brachte mir meine Schokolade. Er konnte kein Deutsch und zeigte mir nur den Kassenzettel. Hier wollten sie, dass du gleich bezahlst. Zu groß war die Gefahr der Kunde würde abhauen. Ohne Geld dazu lassen. Ich bedankte mich mit einem Nicken und trank meine Schokolade in kleinen Schlucken. Auf einmal kam ein Junge in das Café. Ich erkannte ihn nicht sofort, doch nach näherem Hinsehen konnte ich nicht mehr zweifeln. Mein Herz schlug schneller. Liebe. Der Junge kam auf mich zu und setzte sich mir gegenüber: „Hi. Du heißt Nina, oder?“, er kannte meinen Namen…

Kapitel 3

„Ja“, stotterte ich. Es war der Junge, den ich so geliebt hatte.
Und auch der Junge, der mich dann enttäuscht hatte.
Wieso fühlte ich jetzt wieder Schmetterling im Bauch, als wäre nichts gewesen? „Wieso bist du hier?“, die Worte kamen aus meinem Mund, wie Fische, die ins nasse Wasser schlüpfen.
„Ich wollte mich bei dir entschuldigen, für das in der Mensa.
Es war eine Mutprobe mit den Jungs aus meiner Klasse. Sie haben mir gesagt, dass ich euch nach Geld fragen soll. Dann würden sie mir bei einer gewissen Sache helfen.“

Ich nickte, obwohl ich kein Wort verstand. Wieso tat er denn das? Bei was sollten die Anderen ihm helfen? Diese Worte hielt ich aber zurück. Stattdessen sagte ich: „Schon ok. Verstehe ich. Also dass mit dem Gruppenzwang!“ Doch in Wirklichkeit verstand ich ihn nicht! „Danke, dass du es verstehst! Zur Entschädigung würde ich dich gerne auf ein Eis einladen. Was meinst du?“ Seine Stimme war weich, so wunderbar weich und schön. Trotzdem gab ich patzig zurück:
„Ist das dann auch wieder so eine Mutprobe?“ „Nein, wirklich nicht“, er guckte mich sehr betroffen und entschuldigend an, „also kommst du mit?“

Ich dachte nach. Alle würden ausflippen, wenn sie hören würden, dass ich mit diesem Jungen zusammen ein Eis essen gegangen bin. Also stimmte ich zu und wir verabredeten uns morgen um drei Uhr auf dem Rathausplatz, denn heute hatte ich noch Schauspielunterricht und so kein Zeit.

Am nächsten Tag trafen wir uns wie verabredet am Rathausplatz. Er war früher da und mein Herz machte einen Sprung. Liebe. Ich ging zu zum Brunnen, an dem er lässig lehnte. Irgendwie sah er heute anders aus. Ich konnte nicht sagen was es war.
„Ist was?“, fragt der auch gleich. „Nein, eigentlich nicht. Du siehst nur heute so anders aus!“, sagte ich ihm offen und er wurde rot, sagte aber nur: „Komm ich kenn eine kleine Eisdiele hinten in der Fußgängerzone.“ Ich war zuerst mal geschockt, denn der hintere Teil unserer Fußgängerzone war ein schmutziger Teil, voller Dönerbuden, Spielcafés und anderen dreckigen Sachen. Trotzdem ging ich neben ihm her. Liebe.

Nach einer Weile blieb ich stehen. „Komm mal mit, ich muss mit dir reden!, sagte ich zu ihm und zog ihn hinter mir her in das „Café Valenzia“. Das war eins der teuersten und schönsten Eisdielen hier in unserer Stadt. Er guckte sich unwohl um und sagte zu mir: „Können wir nicht lieber woanders hingehen? Ich hab nicht sooo viel Geld dabei!“ „Ich bezahle! Keine Sorge, jetzt komm mal mit.“, ich ging zielstrebig voran und er folgte mir. Da  kam uns ein Kellner entgegen und meinte in seinem höflichen Kellnerton: „Oh, die junge Frau Lassen ist wieder zu Gast. Darf ich ihnen und ihrem Begleiter die Jacken abnehmen?“, er kannte mich. Der Junge mit dem ich hier war, guckte mich erstaunt an, doch ich sagte: „Ja, gerne. Wo ist noch ein Tisch frei?“ Der erste Kellner nahm uns die Jacken ab, ein zweiter kam und führe uns zu unserem Platz.

Ich setzte mich hin und wir bestellten zwei große Becher Eis. „Also“, sagte ich zu ihm, „ich gehe mit dir ein Eis essen und weiß nicht wie du heißt.“
„‘tschuldigung“, murmelte er und endlich sagte er „Ich heiße Max. Ich weiß, ich muss dir einiges erklären.“ Ich nickte und er fing an zu erzählen...

Kapitel 4

„Ich komme eigentlich aus Italien, aus einem ärmlichen Vorort von Rom. Die Welt war dort nicht so schön und fehlerlos wie hier in diesem Café.“ Ich nickte und schaute ihn aufmunternd an. Auf einmal war ich gar nicht mehr aufgeregt. Ich war sogar ziemlich selbstsicher hier in dem Eiscafé meines Onkels. Max fuhr mit seinen Erzählungen fort.
„Meine Mutter war zur Hälfte Deutsche und hat mit mir auch immer Deutsch geredet. Dadurch kann ich das nun auch so gut. Leider hat mir das nicht viel gebracht. In der Schule sprachen sie italienisch. Ich sprach nur etwas italienisch und kam überhaupt nicht mehr mit. Mein Vater konnte mir auch nicht helfen. Er hatte uns schon verlassen, als ich noch ein kleines Kind war.  Meine Mutter konnte gerade nur so für das Nötigste sorgen. Einen Sprachkurs oder Ähnliches war über ihren Möglichkeiten. Als sie dann vor einem Jahr arbeitslos wurde, wurde alles noch schlimmer. Wir bekamen zwar Essen von einer Art Tafel, doch für alles andere hatten wir kein Geld.“ Max brach ab, da gerade unser Eis gebracht wurde. Ich bedankte mich bei dem Kellner und als dieser weg war, erzählte Max weiter: „Wir mussten in eine noch kleinere Wohnung ziehen. Da beschloss meine Mutter mich zu ihrem Bruder nach Deutschland zu schicken.
Ich freute mich eigentlich auf meinen Onkel, denn ich hatte ihn noch nie kennen gelernt.
Leider wurde alles etwas anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Meine Mutter kratzte ihre letztes
Geld zusammen, um mir ein Zugticket zu kaufen und so kam ich nach Deutschland. Mein Onkel holte mich nicht vom Bahnhof, wie es eigentlich besprochen war. Ich musste also vom Bahnhof alleine durch die Stadt laufen. Nachdem ich dann endlich sein kleines, verstecktes Haus entdeckt hatte, lernte ich meinen Onkel dann kennen. Du kennst ihn auch. Er ist der Besitzer des Cafés in dem du gestern warst.“
Ich schaute überrascht auf: „Das ist dein Onkel. Aber der kann doch gar kein Deutsch.“
„Ja, er ist auch Italiener. Er wurde von seinen Eltern sozusagen mit sechzehn Jahren verstoßen und ist dann nach Deutschland gegangen. Dort hat er dieses Café von einem ehemaligen Freund seines Vaters übernommen. Er wies mich gleich in die Kellnertätigkeiten ein und ich musste gleich anfangen zu arbeiten. Er meint, ich müsste mir die Unterkunft verdienen.“
„Ist das aber nicht eigentlich verboten Minderjährige zu beschäftigen?“, fragte ich ihn.
„Ja, das stimmt. Nachdem einer vom Jugendamt da war, lässt er mich jetzt nur noch versteckt im Keller arbeiten.“ Er nahm ein Löffel von seinem Eis und schaute mich an: „Ich hoffe, du magst mich trotzdem noch.“
„Du kannst ja nichts für deinen Onkel oder für die Verhältnisse in denen du lebst“, meinte ich. Liebte ich ihn immer noch? Ja, das tat ich. Ich konnte nicht damit aufhören. Liebe macht keine Ausnahmen, unterscheidet nicht zwischen arm und reich. Liebe kann man nicht bezwingen oder gar unterdrücken.
Max schaute mich erleichtert an: „Gut, ich musste es dir einfach erzählen. Du bist die Einzige, der ich es je erzählt habe.“
„Wissen denn deine Freunde nicht darüber Bescheid?“, wunderte ich mich, denn ich erzählte Mira alles.
„Nein, sie wissen gar nichts. Wir treffen uns nie bei mir. Und zu ihnen gehe ich auch eher selten. Ich habe nachmittags keine Zeit, da mein Onkel immer mehr Arbeit für mich hat.“, er schaute mich mit seinen dunklen Augen an, „heute konnte ich auch nur weg, wenn ich ihm versprach noch Schnaps zu besorgen.“
„Aber wir kommst du denn an Schnaps ran? Du bist doch noch nicht achtzehn.“, dieser Junge wurde immer seltsamer, aber ebenfalls interessanter. Liebe.
„Ich gehe immer zu einem Freund meines Onkels, der gibt alles, was ich brauche.“
„Achso. Aber wieso bist du eigentlich auf unserer Schule. Ich meine es ist doch ein Gymnasium und so wie es scheint hast du nachmittags nicht so wirklich viel Zeit zum Lernen.“, ich wunderte mich immer mehr.
„Ich bin ja noch nicht so lange auf der Schule. Die Lehrer verwarnen mich immer wieder.
Ich wurde auch nur zur Probe versetzt. Doch was soll ich denn machen. Im Café muss ich meistens bis 11 Uhr abends arbeiten und danach bin ich einfach zu müde.“
Ich nickte: „Ich glaube ich habe da eine Idee!“ Ich stand auf und zog Max mit mir.
Woher hatte ich nur dieses Selbstbewusstsein? Gestern  Morgen konnte ich noch nicht einmal angucken und jetzt übernahm ich hier schon das Ruder?! Der Kellner reichte mir meine Jacke. Max hatte seine die ganze Zeit über anbehalten. Wir verließen das Café. Bezahlen musste ich hier nie, denn meinem Onkel gehörte dieses Eiscafé und er war auf jeden Fall netter als der von Max.
„Was hast du denn jetzt für eine Idee?“, wollte Max wissen.
„Komm mit.“, sagte ich, „du wirst schon sehen.“ Dann holte ich mein Handy aus meiner Jackentasche und wählte die Nummer meines Vaters.

Kapitel 5

Bald darauf sah ich unser Auto um die Ecke biegen und auf den Rathausplatz fahren. Mein Vater hatte dort freien Zugang, da er Bürgermeister unserer Stadt war. Ich winkte ihm zu und wollte mich gerade umdrehen und Max sagen, dass mein Vater nun da sei, aber Max war weg. Ich schaute mich um und spürte einen Stich im Bauch. Er war weg. Wo war er nur so schnell hingekommen? Ein letztes Mal schaute ich mich um und stieg dann ins Auto ein. „Wieso musste ich dich, denn so schnell von hier abholen?“ Ich blickte ein letztes Mal zurück auf den Parhausplatz, doch immer noch war da keine Spur von dem Jungen, dem ich eigentlich helfen wollte: „Ich dachte, du könntest mir helfen, aber das hat sich nun erledigt.“ „Und deshalb schickst du mich extra hierher? Ich habe gleich noch ein Treffen. Du musst heute noch mal alleine den Abend verbringen. Mama kann noch nicht kommen, da ihr Flug aus Paris gestrichen wurde und ich naja muss noch so ein paar Sachen bis Morgen geklärt haben.“ Meine Mutter war Journalistin und oft im Ausland unterwegs. Ich war es gewohnt alleine zu sein. Mein Vater brachte mich noch nach Hause, fuhr dann aber gleich weiter zu seinem wichtigen Treffen. Wichtig war fast alles in seinem Beruf. Wahrscheinlich liebte er ihn so, wie ich Max liebe. Ich kannte ihn noch nicht einmal richtig und doch konnte ich an diesem Abend an nichts anderes denken, als an ihn. Ich schaltete den Fernseher in meinem Zimmer ein, doch verstand nicht, was dort gesprochen wurde. Ich schaltete ihn wieder aus und machte meinen Laptop an. Ich machte mir unten in der Küche eine heiße Schokolade und nahm den Laptopmit auf unser großes Sofa. Der Kamin brannte noch. Dank der Brandschutzeinrichtungen ließ Papa ihn meistens runterbrennen, auch wenn er nicht mehr da war. Ich beantwortete meine e-mails von meiner Austauschülerin aus Frankreich. Dann griff ich zum Telefon und wählte die Nummer meiner Freundin Mira. Ich wusste, dass sie noch wach war und musste ihr unbedingtalles erzählen.

Kapitel 6

Am nächsten Morgen in der Schule standen Mira und ich wieder auf dem Schulhof und hielten nach Max Ausschau. Doch er kam nicht. Mein Magen zog sich zusammen, wenn ihm jetzt etwas passiert wäre mit seinem Onkel! Liebe.

„Glaubst du er schwänzt Schule, weil er sich gestern nicht von dir verabschiedet ist und einfach verschwunden ist?“, fragte mich Mira, doch die Antwort wusste ich auch nicht. In der nächsten Pause war er immer noch nicht da und ich gab die Hoffnung auf, dass er einfach nur einen Arztermin hatte. Im Unterricht konnte ich mich nicht konzentrieren. Meine Mutter war gestern noch nicht wieder gekommen. Sie schrieb für eine Arztzeitung immer noch in Paris. Sie hatte mir gestern noch eine SMS geschrieben, in der sie mir mitgeteilt hatte, dass sie auch noch den Rest der Woche wegbleiben würde, da das Krankenhaus, indem sie normalerweise arbeitet, wollte dass der Artikel für deren Zeitung bald fertig werden sollte. Ich würde heute also auch größtenteils alleine sein. Mira hatte ich schon gefragt, doch sie hatte heute Geigenstunde.

Mein Vater holte mich noch von der Schule ab, wie er es oft machte, um nicht noch mehr ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Ich stieg vor der Einfahrt zu – unserem Haus aus, und ging die kleine Allee entlang, bis ich oben ankam. Ich sah das Auto unserer Putzhilfe neben der Garage parken, sodass ich mir nicht die Mühe machte meinen Schlüssel zu suchen. Frau Morken öffnete mir die Tür mit einem Lächeln. Sie arbeitet schon so lange ich denken kann bei uns und war so etwas wie eine Ersatzoma für mich geworden. Sie kochte gerade in der Küche, doch ich ging erst einmal nach oben in mein Zimmer, um meine Sachen wegzulegen. Dabei konnte ich wieder nur an Max denken. Ich sehnte mich nach seinen braunen Augen und seiner schönen Stimme. Frau Morken und ich aßen zusammen, danach packte ich meine Tasche und verabschiedete mich kurz. Ich hatte einen Plan…

5 Kommentare

Lollypop am 18. Februar 2014

Wow! Die Fortsetzung ist dir richtig gelungen. Weiter sooo

Meldor am 11. September 2013

Die Geschichte ist so schön bitte beeile dich mit der Fortetzung!!

Schimmerlicht am 10. September 2013

Also mir gefällts immer noch Aber wo bist du Lina? Wooo??? Ich hätte nämlich auch sooo gerne eine Fortsetzung... :'(

Elena am 7. September 2013

Was er wohl sagen wird...?

Ella am 4. September 2013

Wow, das ist echt gut geschrieben!! Schick doch noch eine Fortsetzung, ich würd mich freuen Lg Ella