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Vincent L.

Tom-Peter der Trompeter

Heute war ich in Köln bei der Lit Cologne, fand es super und habe "Geisterritter" heute auch ausgelesen. Ich bin 10 Jahre alt und schreibe selber gerne Geschichten. Deshalb möchte ich auch Autor werden. Ich schicke zwei Geschichten mit und hoffe, dass man sie bald auf der Website lesen kann. Liebe Grüße Vincent L.

Es lebte einst ein Trompeter namens Tom-Peter. Er lebte auf einem Landsitz an der Nordsee, wo er sich vor einer störrischen Möwe namens Otto-Klausheinz in Acht nehmen musste, die seine Art und Weise, Trompete zu spielen, nicht gerade billigte. Er hatte eine aufziehbare Quietschente im Gartenteich, die ihm angeblich Glück brachte.

Eines Tages bekam Tom-Peter so viel Geld zusammen, dass er beschloss, eine Reise zu machen. Also packte er seinen Koffer, schnallte sich die Trompete auf den Rücken und zog sich seinen Sombrero-Hut aus alten Tagen an, als er noch ein junger Hüpfer und halbwegs intelligent gewesen war. Aber diese Zeiten waren vorbei. Und so zog er los.

Im Flugzeug war die reinste Hölle los: Ein alter Mann aus Indien brüllte: „Du hast den Keks aus der Dose geklaut!“, und deutete dabei auf die Stewardess, die ihm daraufhin den Kaffee um die Ohren klatschte. Leider entglitt ihr das Brötchentablett und 10 Sekunden später war der Copilot voll mit Salami und Käse.

Der Schinken hatte einen Börsenchef, der vom Klo kam, am Hintern erwischt. Der Copilot aber hielt die ganze Sache für einen bösen Streich des Börsenchefs und zahlte es ihm mit einer saftigen Ohrfeige heim.

Ach ja, und dann war da ja noch der Essenswagen. Eine sehr kleine, sehr fette und sehr mürrische Dame war wütend auf die Stewardess losgegangen, weil sie auf ihre Pastete wartete. Dummerweise schubste die Stewardess den Essenswagen auf sie zu, und so kam es, dass die fette kleine Dame knappe Zeit später auf dem Essenswagen durch den Flieger rollte. Der alte Inder aber konnte nicht mehr gut sehen und hielt sie für eine unförmige Pastete und jagte mit hungrigem Blick hinter ihr her.

Irgendwann wurde es Tom-Peter zu dumm. Er wollte sich beim Pilot beschweren gehen, rutschte jedoch auf einem Käse aus und schlitterte in den Börsenchef hinein, der das Knie in den Rücken des Piloten rammte. Plötzlich schlugen alle Geräte aus. „Die Kannibalen greifen an!“, brüllte der Inder. „Quatsch, die Triebwerke fallen aus!“

Dann ging alles ganz schnell: Es gab einen Knall, und plötzlich rieselten die Fluggäste wie Schneeflocken vom Himmel.

Tom-Peter dachte, dass der Urlaub vielleicht doch keine so gute Idee gewesen war. Da kam er hart auf und schürfte sich das Kinn auf. Er befand sich in einem Dschungel! „Brumm, brumm“, hörte man von irgendwoher, denn ein kleiner Junge spielte mit seinen Autos.

Wie immer, wenn er nervös war, spielte Tom-Peter auch nun einen traurigen Marsch, und wie immer, wenn er nervös war, verprügelte der alte Inder den, der ihm am nächsten stand.

In diesem Fall war das leider Tom-Peter. „Wir sind hier auf Haiti“, rief der Pilot. „Oh Gott“, rief jemand ängstlich. „Keine Panik! Ich werde uns retten!“, brüllte der Inder und rannte los ins Dickicht.

Fünf Minuten später kam er ängstlich schreiend aus dem Dschungel zurück mit einer Horde Löwen auf den Fersen! Schnell brachten sich alle in den Trümmern des Fliegers in Sicherheit.

Und Tom-Peter? Der hatte eine Idee: Er baute einen Fliegersitz an seine Trompete und befestigte einen Hebel an dem Sitz und ein kleines Rohr an der Trompete. Dann setzte er sich auf den Sitz, rief „Tschühüs!“, und blies in seine Trompete. Und es klappte! Durch den Druck konnte Tom-Peter abheben und flog Tag und Nacht über Meer und Land. Und endlich, nach einer Woche, kam er völlig entkräftet in Mexico an. Dort musste er ins Krankenhaus, wo er nur zwei Tage blieb (Wer mit Otto-Klausheinz zusammenwohnt, hält einiges aus!). aber dann genoss er seinen Urlaub in vollen Zügen und danach, als es an der Zeit war, flog Tom-Peter mit einem Flugzeug zurück (und nicht mit der Trompete!).

 

Was danach geschah:

Der Börsenchef machte pleite, der Inder hatte für den Rest seines Lebens Angst vor Löwen und die Autos des Jungen wurden von einem Krokodil gefressen. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann wartet die fette Dame noch immer auf ihre Pastete.

Kommentar

WeltenReiserin am 10. März 2017

Nicht schlecht! Fand ich ziemlich witzig, weiter so!