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Freitag, der 19. August 2016

Der Wilde Hühner Kinofilm

Weltpremiere im Kölner Cinedom

 

Filmszene aus "Die Wilden Hühner" (© Constantin Film, München)

 

Es wäre das Paradies für sie gewesen. Überall Popcorn, auf dem Boden, auf den Sitzen - Unmengen davon. Süß oder salzig, je nach Geschmack. Das nämlich gab es umsonst für die Gäste der Weltpremiere des Kinofilms Die Wilden Hühner. Den Hühnern selbst hatte man das aber wohl nicht gesagt. Weshalb sie nicht nach Köln kommen wollten, nach Köln in den Cinedom. Sie blieben lieber im warmen Stall, die Füße im weichen Stroh, die Köpfe unter das Hinterteil des Nachbarhuhns gesteckt – so wie das Hühner eben machen, wenn es so eisig kalt ist, wie an diesem Sonntag im Februar 2006.

Die Hühner vor ihrem WohnwagenSie haben eine ganze Menge verpasst, nicht nur das Popcorn. Aber vielleicht bekommen sie von der gelungenen Premiere ja erzählt,von ihren “Schwestern“ erzählt: Sprotte, Melanie, Frieda, Trude und Wilma. Die nämlich waren alle da. Und natürlich auch die Pygmäen. Ließen sich in schwarzen Wilde-Hühner-Limousinen vorfahren, direkt vor den roten Teppich. Dort standen die Fotografen schon Spalier.

Für die knapp fünfzehn Meter roten Teppich bis zum Eingang des Kinos brauchten die Schauspieler fast eine halbe Stunde, denn die Fans hatten ihre Wilde Hühner Bücher, Postkarten, oder auch nur ihre Handflächen zum Signieren mitgebracht. Und die Fragen der Presseleute beantworteten sie schon wie kleine Profis. "Was ist das Besondere an Eurer Bande?", "Könnt Ihr für uns mal ins Mikrofon Wir sind die Wilden Hühner! rufen?", "Mögt Ihr Hühner wirklich gerne?" Vor allem aber posierten sie ganz geduldig für die vielen Fotografen.

Währenddessen rollten Frau Rose (Jessica Schwarz) und Herr Grünbaum (Benno Fürmann) im nächsten "Hühnermobil" an.

Jessica Schwarz und Benno FührmannDas erste, was man von Jessica Schwarz zu sehen bekam, war ihr linkes Bein – dick verpackt in einer Schiene. Sie hatte sich beim Tanzen in Südamerika das Sprunggelenk gebrochen. Was sie allerdings nicht davon abhielt, mit Filmpartner Benno Fürmann auf dem gesunden Bein hüpfend für die Fotografen zu tanzen.

Die Hauptdarsteller waren noch fleißig dabei, Autogramme zu geben, da war im Cinedom der Kinosaal schon längst gerammelt voll. Nur auf den Treppen war noch ein Plätzchen zu finden.
Die Popcorntüten waren bereits leergegessen und es wurde wild durcheinander gegackert.

Bis auf einmal alle Lichter ausgingen und alles still wurde. "Oberhuhn" Cornelia Funke erschien auf der riesengroßen Leinwand und schickte per Videobotschaft Grüße aus Kalifornien in den Saal.

Und dann tauchen sie doch auf – die Hühner. Emma, Isolde, Ofelia, Kokoschka und der ganze Rest der Schar. Freilich nur auf der Leinwand. Strecken ihre Köpfe aus dem Stall und staksen in den Auslauf. Denn es gibt Futter – von Sprotte.

Filmszene aus "Die Wilden Hühner": Oma Slättberg und Sprotte (© Constantin Film)Die Idylle wird durch Oma Slättbergs strenge Stimme schnell zerstört.

Für diejenigen von Euch, die die Geschichte noch nicht kennen, wollen wir hier nichts weiter verraten. Und die anderen wissen ja jetzt bereits, dass im Haus von Oma Slättberg keine guten Nachrichten auf Sprotte warten. Oma Slättberg hat auf jeden Fall einen ganz bestimmten Grund, warum sie Sprotte auffordert, die Tiefkühltruhe zu säubern. Grund genug für Sprotte, Alarm zu geben, Fuchsalarm!

Während die Wilden Hühner sich um das Schicksal ihrer gefiederten Schwestern kümmern, Sprottes Mutter die Pfannkuchen anbrennen und Frösche gerettet werden, wird ein Stockwerk höher im Kino schon die anschließende Wilde Hühner Party vorbereitet. Playstation, Karaoke, Limo- und Coca-Cola-Bar, Sandwich-Buffet – natürlich ohne Hühnerfleisch! "Es darf auch getanzt werden", verspricht Produzentin und Drehbuchautorin Uschi Reich.

Der Abspann war gerade gelaufen, das Publikum klatschte immer noch kräftig, da war Uschi Reich auf die Bühne gekommen, um sich ganz herzlich beim gesamten Team zu bedanken. Und nach und nach tauchen alle, die dabei waren, aus dem Dunkel des Kinosaals auf, kommen die Treppen herunter und füllen fast den gesamten Bühnenraum vor der gigantisch großen Kinoleinwand.

Benno Fürmann trägt Jessica Schwarz auf Händen zur Bühne,
die Schauspieler stehen neben Kameraleuten, Masken- und Köstümbildnern, Kindercoach, Tiertrainerin, Produktionsfahrern und den Leuten, die immer dafür gesorgt haben, dass am Set nicht die Mägen knurrten.

"Geht fleißig die Hühner gucken!", ruft Frau Reich zum Schluss.
Und dann wird gefeiert!

Die Hühner und die Pygmäen (© Constantin Film)

 

Kommentar

Feuervogel am 19. Mai 2017

Ich war in dem Film im Friedrichs Bau-Kino, er war sehr schön gemacht