Minna

Atemzüge

Der Wind weht durch die Trauerweiden,
Ich seh‘ dich an in deinem Leiden.
«Durchhalten musst du!» schreie ich,
In meinen Armen halt ich dich.
Deine schönen Augen blinzeln schnell
in ihnen wird plötzlich alles hell.
Deinen Kopf bett’ ich auf grüner Heid
Wir lieben uns in Ewigkeit.
Dein Leben schwindet, so mein Mut,
Diesmal wird nicht alles gut.
Deine letzten Atemzüge brechen an,
da ist nichts was ich machen kann.
Dein Blick wird glasig, kein Leben mehr,
ein ewiger Schlaf ohne Wiederkehr.
In deinen leblosen Augen spiegelt sich,
Der Blaue Himmel, feierlich.
Dort wirst du warten, geduldig und lang,
bis ich mich dir anschließen kann.
Nun sitz’ ich weinend über dir,
Sehe dich und alle deine Zier.
Die Sterne leuchten hell heut’ Nacht,
leuchten hell in aller Pracht.
Dein reines Lächeln erreicht mich nun,
Ich werd in deinen Armen ruh’n.