Minna

Auf dem Dach der Welt

Meine Seel’ befrei ich durch den Schrei,
“Freiheit, ich bin endlich Frei!
Überwältigend die Aussicht ist,
Bilder, die man nie vergisst.
Mein Herz ist Frei, erfüllt mit Glück,
nie mehr will ich dorthin zurück.
Die Wolken, sie umgeben mich,
hier oben, da vergisst man sich!
Nur Nebel und Stille, beruhigend, allein,
Kann alles tun, kann alles sein!
Kann Angst bezwingen, fliegen, sehn,
Kann über meine Grenzen gehen.
Doch schau ich immer wieder zurück,
nicht abbrechen will ich meine Brück.
Nebelschwaden tanzen leicht,
Der Tag langsam dem Abend weicht.
Die Sonne färbt das blau zu rot,
die Freude lebendig, der Zweifel tot,
Obwohl die Kälte schmerzhaft sticht,
Schau ich nur auf die Seit’ mit Licht.
Schnee seh ich fallen, dort, so kalt,
unter den Wolken, wo der Nebel wallt,
sanft küssen die Flocken Mutter Erde,
Ich spüre langsam, dass ich müde werde.
Geborgen schlaf ich endlich ein,
mein Bett der Boden, mein Kissen aus Stein.
In den Armen des Berges ruhe ich,
Seit die Sonn’ am Abend den Sternen wich.
Ein Paradies, aus Stein uns Schnee,
Und unten blüht der grüne Klee.
Und träumen werd ich weiterhin,
ob ich wach oder am schlafen bin?