Melisande

Drachenreiter - Eine Fortsetzung

"Drachenreiter" ist mein Lieblingsbuch von Cornelia und deshalb habe ich über eine "Fortsetzung" nachgedacht, vielleicht bringt es nicht viel aber ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen ;) Melisande

Ben lief hin und her.
„Setz dich doch“, meinte Guinever von der Bank, wo sie, ihr Vater und ihre Mutter saßen.
Ben schüttelte den Kopf. Er konnte sich nicht hinsetzen, nicht jetzt. Er wartete seit zwei Monaten darauf Lung Schwefelfell und all die anderen wieder zu sehen.
„Junger Herr, Sie machen mich noch verrückt, mir ist schon ganz schwindelig“, sagte Fliegenbein von Bens Schulter.
„Entschuldigung Fliegenbein“, sagte Ben und setzte den Homunkulus auf die Bank.
„Ben, mein Junge, sieh doch!“, rief plötzlich Barnabas Wiesengrund aus.
„Siehst du sie?“, fragte Ben aufgeregt.
„Ja, dort, schau!“, der Professor und zeigte mit dem Finger auf viele kleine, schwarze Flecke. „Ja, das sind sie!“, rief Ben und sprang auf und ab. Guinever stand auf, schnappte sich Fliegenbein und stellte sich neben ihren Bruder.

Die dunklen Flecke kamen rasch näher und man konnte Formen erkennen.
„Das sind eindeutig Drachen“, meinte nun auch Vita und zog ihren Mann hoch. Dieser war damit beschäftigt die schnell größer werdenden Punkte zu zählen, er war bereits bei dreißig. „Zweiunddreißig, dreiunddreißig. Dreiunddreißig Drachen sind es“, schloss Barnabas.
Fünf Minuten später landeten die vielen Drachen.
„Lung!“, rief Ben und lief auf den vordersten Drachen zu.
„Ben!“, schrien gleich sieben Stimmen.
„Na, Drachenreiter?“, sagte Schwefelfell als sie vor ihm auf dem Boden landete. Neben ihr hüpfte Burr-burr-tschan auf den Boden.
„Hallo Schwefelfell!“, sagte Ben und umarmte sie. Danach gab er Burr-burr-tschan die Hand und strich Lung verlegen über die Schuppen.

„Hallo“, murmelte Ben. Lung stupste ihn mit dem Kopf an.
„Freu mich dich wiederzusehen“, sagte der Drache. Inzwischen hatten sich Fliegenbein und Lola begrüßt und Schwefelfell kniete sich vor Fliegenbein auf den Boden.
„Wie geht’s, Winzling?“, fragte Schwefelfell.
„Okay“, entgegnete Fliegenbein.
„Wen habt ihr da mitgebracht?“, wollte der Professor von Lung und Maja wissen.
„Alle Drachen die jemals im Saum des Himmels gelebt haben und alle aus dem verborgenem Tal, selbst Schieferbart“, erklärte Lung.
„Wer ist Schieferbart?“, fragte Vita Wiesengrund.
Einer der größten Drachen trat vor.
„Ich“, sagte er mit matter Stimme. Das Silber seiner Schuppen verblasste bereits und seine goldenen Augen blickten längst nicht mehr so klar wie Lungs oder Majas...