Schimmerlicht, Ella und Lollypop

Fate

Da bin ich wieder mal. Also, es wird bei diesem Ausschnitt bleiben, der eigentlich der Prolog einer Geschichte hätte sein sollen, aber ich mache nicht daran weiter, weil mir das Schreiben an dieser Geschichte hier nicht so sehr gefallen hat. Aber ihr könnt ja versuchen weiter zu schreiben...

Ich schloss meine Augen, während ich den Lauf des Revolvers an meiner Schläfe spürte. So nah. Unheilvolle Wünsche flüsternd, voller Wut, Hass und Schmerz. All das wünschte diese Waffe ihren Opfern, auf dass sie um Gnade winseln würden. Das Blut, das mir in einem Rinnsal von der Stirn auf die Lippen tropfte, schmeckte metallisch, genau wie der Stahl, aus dem die Waffe gemacht war.Kaltes Metall. Kalt wie der Tod.„Wo sind sie?“, fragte der Mann mit beängstigend ruhiger Stimme.Was hatte ich gestern schon wieder gemacht? Ich glaube, ich habe die Einkäufe für meine Mutter erledigt. Wieder einmal. Seit ich zwölf war, ging ich und holte frisches Gemüse, Obst, andere Lebensmittel vom Supermarkt. Meine Mutter konnte nicht mehr. Ihr ganzer Körper schmerzte, wenn sie schwere Lasten trug. Ich habe immer wieder gesehen, wie sie sich danach krümmte, sich mit der Hand an den Rücken fasste und versuchte, ein Lächeln in ihr Gesicht zu bringen, sobald ich in die Nähe kam.Dachte sie, ich würde es nicht merken? Seither erledigte ich diese Arbeit. Auch andere Dinge, die ihr Schmerzen zufügen konnten, nahm ich ihr ab. Die Wäsche und Bügeln. Mit der Zeit auch das Kochen und die anderen Aufgaben, um einen Haushalt zu führen. Schlussendlich organisierte ich eigentlich unsere beiden Leben. Ich hatte keine Geschwister die uns hätten helfen können. Auch keinen Vater mehr. Dieser Feigling ist schon vor Jahren abgehauen, hat sich sein Geld geschnappt und nie wieder blicken lassen. Nicht einmal um zu sehen, wie es seinem einzigen Sohn ging.Wie normal mein Leben doch da noch war.Er holte aus und schlug härter zu als vorher, dass noch mehr Blut aus der Wunde floss. „Wo sind sie?“, schrie er diesmal, ganz wie man erwartet hätte.„Ich weiß es nicht!“Noch nie hatte ich darüber nachgedacht, wie ich sterben würde. Ich konnte mich nicht daran erinnern, es jemals getan zu haben. Aber selbst wenn, hätte ich gedacht, dass ich ermordet werde? Wohl eher nicht. Ich hatte eigentlich nie etwas getan, als dass mich jemand umbringen wollte. Nach all den Jahren, als ich um nichts in der Welt meine Mutter allein gelassen hätte.Als alter Mann friedlich in einem Sessel einschlafen und plötzlich nicht mehr aufwachen – wäre das nicht das passendere Ende gewesen? Aber es war nicht meines. Es gehörte vielen anderen, nur mir nicht. Trotzdem, ich konnte mich nicht beklagen. Hätte ich lieber einen langen, langsamen Tod gewollt, an dem ich nicht starb wegen den Schmerzen, sondern weil ich wegen ihm zuerst verrückt wurde?Mein ganzer Körper verkrampfte sich, als der erste Schuss kam. Mein Kopf wich zur Seite. Ich konnte nur mit Mühe verhindern, dass ich vor Erleichterung nicht aufschrie. Die Kammer war leer gewesen.„Du weißt dass du mich damit nur wütender machst! Und meine Geduld hält sich in Grenzen. Also, wo sind sie verdammt noch mal?“„Ich weiß es nicht!“Der Mann drehte am Zylinder, der rasselnd in der Dunkelheit erklang. Und schoss erneut.Kaltes Metall. Kalt wie der Tod. Wie viele hatten sich beim Anblick dieses einen Revolvers schon gewünscht, längstens tot zu sein? Oder nie die Tat begangen zu haben, die sie in hierher gebracht hatte? Wie vielen hatte dieser eine Revolver schon die Chance genommen, noch ein letztes Mal die Sonne zu sehen? Ein allerletztes Mal? Sicher nicht vielen. Ich war der erste.„Weißt du, wenn ich euch Junkies ansehe, seid ihr doch alle gleich. Ihr blufft. Ihr denkt, ihr seid unsterblich. Ja, ihr seid alle noch jung und genießt das Leben. Aber in Wirklichkeit ist es doch so, dass ihr nicht ewig lebt. Nein, ganz und gar nicht. Jedes einzelne verdammte Auto auf der Straße könnte euch gleich auf die andere Seite befördern! Jeder Straßenköter, der nur hungrig genug ist um es zu wagen! Selbst ein Blumentopf, der zufällig von einem Fenster herunter fällt! Und ihr denkt immer noch, ihr könntet alles? Noch nie habe ich so etwas erbärmliches gesehen!“Der Mann hielt inne und fuhr sich durch seine Haare, die durch seine kurze Rede verrutscht waren. Dann beruhigte er sich wieder.„Ich frage dich ein letztes Mal, und wenn du eben gut zu gehört hast, würde ich mit der Wahrheit heraus rücken. Wo sind sie?“Schweigen. Bis man hörte, wie scharf die Luft eingezogen wurde.„Ich denke, ich habe noch nie so etwas erbärmliches wie dich gesehen!“Die Spucke landete mitten in seinem Gesicht.Stille.Das Geräusch zweier auf sich losgehender Personen, das plötzlich verstummte.Ein weiterer Schuss.Ich war der erste. Und viele würden folgen.Unter mir sah ich meinen Körper, schlaff und leblos. Das Blut floss immer noch aus dem Loch, das die Kugel hinterlassen hatte, eine dunkelrote Lache neben meinem Kopf. Mein Mund war leicht geöffnet, meine Augen weit aufgerissen. Die Leere in ihnen war unverkennbar. Der Mann, der mich umgebracht hatte, stand auf, klopfte sich den Staub von seinen Kleidern und wischte sich mit der Hand über das Gesicht. Ich sah, dass er nach dem Kampf zumindest sein linkes Bein nicht mehr belasten konnte, mit Schmerzen legte er die Hand auf sein Knie. Dann wanderte sein Blick zu meinem Leichnam, wobei er einen hämischen Ausdruck bekam. Er hatte gewonnen. Hatte gezeigt dass er schon immer mehr Macht hatte als ich. Er hatte mich um mein Leben gebracht.Aber er hatte nicht das bekommen, was er wollte.Neben meinem schlaffen Körper lag der Revolver, den er vorsichtig vom Boden nahm und begutachtete. Mit dem Ärmel fuhr er darüber und öffnete den Zylinder. Er war leer.Schnell schob er neue Kugeln in die Kammern und ließ die Waffe hektisch hinter seinem Anzug verschwinden, wobei er auf alle Seiten schaute, als könnte hinter jedem Schatten jemand lauern.Er musste gehen.Man blieb nie lange an einem Tatort, vor allem nicht, wenn man selbst der Täter war.Doch ehe er sich abwandte, beugte er sich über meinen toten Körper und sagte etwas. Ich konnte nicht hören was es war. Ich konnte nichts mehr hören. Nur sehen. Seine Lippen bewegten sich, sein Grinsen wurde immer breiter. Bis er auf meinen Körper spuckte und humpelnd davon lief, zur Tür am Ende des Raumes an einem Fenster vorbei.Im Fenster sah ich meinen letzten Sonnenaufgang.Rot, voller Farbe wie Feuer, strahlen wie das Leben selbst. Ein Sonnenaufgang wie kein anderer, keiner, der noch schöner war. Bei seinem Anblick wurde der Mann kurz aus der Fassung gebracht. Wahrscheinlich hatte auch er noch nie etwas solches gesehen. Als er in die Tür lief, wich er erschrocken zurück und blieb einen Moment verwirrt stehen. Anscheinend konnte er es selbst nicht glauben. Doch er war schnell wieder bei der Sache und verließ mit schüttelndem Kopf das Zimmer. Seine Lippen bewegten sich wieder, ich konnte mir denken dass er leise vor sich hin fluchte.Bei diesem Anblick schlich sich ein Lächeln auf mein Gesicht. Nein, ich war glücklich. Auch wenn meine Seele meinen Körper verlassen hatte, auch wenn ich nun tot war, ich war glücklich. Meine Mutter war in Sicherheit. Der Mann würde sie nie finden, dort, wo sie sich versteckt hatteUnd sie waren auch in Sicherheit.

Fate (Fortsetzung von Ella)

So Schimmerlicht. Hier kommt das erste Kapitel deines Prologs. Ich hoffe es gefällt Dir, auch wenn ich ziemlich von deiner Vorstellung abweiche. Und ich hoffe, es ist nicht zu kurz (oder zu lang, man weiß ja nie) LG Ella P.S.: @ Lollypop: Magst du das zweite Kapitel schreiben oder soll ich? Oder schreiben wir beide unsere eigenen Fortsetzungen?

Ich liebte diesen Körper. Ich liebte ihn über alles!Der Tod schenkt ihn jedem der zu jung ist. Jedem, der noch etwas zu erledigen hat. Und ich hatte noch etwas zu erledigen. Mir war es nicht lang vorgekommen, dass ich bei ihm war. Doch nachdem ich wieder unter den Lebenden weilte kehrte auch mein Zeitgefühl wieder. Auf meine innere Uhr konnte ich mich schon immer verlassen und sie sagte mir, dass seit meinem Tod schon mindestens eine Woche um war. Doch seltsamerweise störte mich das nicht im geringsten. Es beunruhigte mich nicht. Ich spreizte die Flügel. Es war ein tolles Gefühl! Blütenweiß waren sie. Unschulds weiß. Wie die Flügel der Friedenstaube. Und als So etwas war ich auch wiedergeboren worden. Als Friedenstaube. Als Engel.

Ich schlenderte durch die belebten Straßen. Ich wusste, dass ich meine Mutter aufsuchen musste. Wusste, dass ich nachsehen sollte wie es ihr ging. Doch ich Tat es nicht. Ich wollte nicht. Hatte keine Lust. Denn der Tod nimmt viel. Deinen Körper, deine Seele, aber er nimmt auch etwas anderes. Deine Angst! Angst vor bestimmten Dingen, vor bestimmten Menschen. Und auch UM bestimmte Menschen. Stattdessen säht er Furchtlosigkeit. Furchtlosigkeit und Leichtsinn.

Ein Mann lief durch mich hindurch. Er konnte mich nicht sehen. Weil er ein ungläubiger war. Ein Mensch ohne Phantasie. Für sie sind wir nichts. Ein Lufthauch der um die häuserecke weht vielleicht aber vorallem nichts. Ein Hund hob witternd die Schnauze als ich an ihm vorbei lief. Tiere konnten uns sehen. Uns hören und fühlen. Und uns verletzen. Ich ging schnell an ihm vorbei. Mein Blick wanderte mal hierhin mal dorthin. Ich Pfiff ein Lied und ein Spatz stimmte mit ein. Ich musste lächeln. Unter dem Baum auf dem er saß, lag eine Tote Taube. Voll Blut, zerfetzt von Zähnen und Klauen. Und ich erinnerte mich. An meine Mutter, die Pistole, die sich so kalt und schmerzhaft gegen meine Schläfe gedrückt hatte und an meinen Körper, der schlaff und leblos da lag, wie eine hingeworfene Puppe, mit der niemand spielen will. Meine Hand wanderte zu der stelle, an der die Kugel in meinen Schädel eingeschlagen war. In meinen Ohren hallte der Schuss wieder. Die Wunde war verkrustet und ich musste an das Blut denken. So viel Blut. Es hatte meine Kleidung und den Boden auf dem ich lag rot gefärbt. Mir wurde übel davon und ich lehnte mich gegen eine Mauer. Ich musste zu meiner Mutter. Sehen wie es ihr ging. Wie es ihnen ging. Ich faltete meine Flügel auseinander. Sie hatten eine ziemlich große Spannweite.Dann nahm ich Anlauf, stieß mich vom Boden ab und . . .  flog!Friedenstaube!

Fate (Fortsetzung von Lollypop)

Hi! Ella, ich bin fertig!!!! Ich hoffe sie gefallen dir (und Schimmerlicht und allen eigentlich :))Das mit "sie" habe ich geklärt, kann sein, dass du was anderes im Kopf hattest, aber ich hoffe, du klärst jetzt die Fortsetzung mit der Mutter vom "Ich"- Erzähler (siehe unten). Also dann, danke danke danke Insa für die Veröffentlichung und viel Spaß an euch alle! Viel Glück Ella! LG Lollypop

Ich flog. So schnell ich konnte. Zu meiner Mutter. Zu ihnen.

Sie- das waren alte Leute. 800 Jahre alte. Wenn du sie in irgendeinem Markt sehen würdest, würdest du denken, dass sie nicht noch schlapper sein können. Tatsächlich sehen sie gruselig aus.

Aber es ist anders. Sie sind ganz anders.

Sie sind Zauberer.


Ich hielt früher nichts von Zauberer und diesen Hokuspokus-Quatsch. Aber sie sind anders. Sie zaubern nicht um andere zu verhexen oder jemanden in Frösche oder Schlangen zu verwandeln. Obwohl sie das könnten.

Sie zaubern, um jemanden zu beschützen. Wie meine Mutter.

Sie versprachen mir, meine Mutter zu beschützen, als ich zu ihnen ging und die Geschichte, die wir erleben mussten, erzählte.

Zauberer halten vieles geheim. Auch zu mir halten sie vieles geheim und ich bin ihr einziger Menschenfreund. Sie sagen immer zu mir „Sorry, mein lieber, aber es ist ein Zauberergeheimnis.“ Das kann ganz schön nerven. Aber ich bin ihnen was schuldig.

Denn dank ihnen lebt schließlich meine Mutter noch.

Ich flog zuerst zu ihnen. Ich wollte wissen, wie es ihnen ging. Ich flog zum geheimen Ort. Zum Tal der Zauberer. Dann sah ich etwas. Etwas rotes, flüssiges. Etwas, was ich so viel an meiner Leiche gesehen habe.

Blut!

Mir schauderte es. Es kann nicht sein. Sie dürfen nicht sterben. Nicht jetzt. Meine Mutter wäre sonst in großer Gefahr. Denn wenn der verrückte Kerl, der mich ermordet hatte, den geheimen Ort finden konnte, dann würde er auch bald das Versteck meiner Mutter finden. Ich flog weiter. Ich musste wissen, ob sie tot sind.


Sie waren tot.

Ich sah sie am oberstem Turm, dort, wo sich die meisten meiner Freunde aufhielten. Sie waren blutverschmiert. Wie ich damals. Aber es war keine Kugel, die sie auf die andere Seite führte. Es war ein Schwert. Soso, dachte ich, mal kann auch der Kerl altmodisch sein. Ich zählte die bleichen, kalten Körper mit Tränen in den Augen auf. Minna, Meri, Aiku, Sippteo, Kannmei. Fünf.

Mila ist meine beste Freundin, eine 888 Jahre alte, sehr schlaue Zauberin. Wahrscheinlich wusste sie schon, dass ich tot bin. Wo ist sie nur? Ich wünschte, meine toten Freunde würden jetzt auch zu Engeln werden, aber sie sind 800 Jahre alt- da kann man sich schon ausruhen nach dem Leben.

Mila ist sicher bei meiner Mutter. Sie beschützt sie immer noch.

Ich nahm wieder Anlauf. Stieß mich unsicher vom Boden ab. Und flog wieder.

Zu meiner Mutter.

Zu meiner einzigen Hoffnung.

Fate (Fortsetzung von Ella)

So Lollypop, und natürlich auch Schimmerlicht, (Nicht zu vergessen alle anderen Besucher & Insa) hier kommt meine Fortsetzung. Ich entschuldige mich noch einmal für die Verspätung. Tut mir soo leid! Ich hoffe sie gefällt euch trotzdem . . . (Und dass dir Lollypop noch eine weitere so geniale Fortsetzung gelingt) Aber jetzt erst mal . . .  VIEL SPASS BEIM LESEN! LG eure Ella

Von dem langen Flug tat mir schon alles weh. Ich war so etwas einfach nicht gewöhnt. Stolpernd landete ich auf dem harten Boden und begann erst einmal mich zu dehnen. Ich streckte die Flügel, rollte die Schultern, schüttelte die Arme aus. Dann sah ich mich suchend um.

Hier irgendwo musste die Höhle sein, in der sich Mila und Mum versteckt hielten. Ich lief ein paar Minuten ziellos durch den matschigen Wald, den Blick immer auf den Boden gerichtet. Dann entdeckte ich ihn.

Den Eingang. Ein länger Schacht, zwischen den gewaltigen Wurzeln einer Eiche, die mindestens genauso alt war wie Mila. Sie war es auch, die dieses versteck entdeckt hatte. Mum war mit ihrem Wehen Rücken beinahe nicht hinein gekommen.

"Dieser verflixte Dachsbau", hatte sie geschimpft. "Da hättest du mich auch gleich unter der Erde verscharren können, Mila. Hier breche ich mir ja das Genick!"

Ja, mum war eine sehr energische Frau. Bei dem Gedanken an sie musste ich lächeln, obwohl mir die Tränen in die Augen stiegen. Wie es ihr wohl ging?

Ich bückte mich um durch den niedrigen Eingang zu krabbeln und haute mir prompt den Schädel an. Aha, so körperlos war ich dann wohl doch nicht. Meine "Engelsgeduld" riss, und mir rutschte ein "Scheiße!" raus. Sofort presste ich die Lippen aufeinander. Mum hatte sich über mein Gefluche immer sehr aufgeregt, obwohl sie selbst manchmal schimpfte wie ein rohrspatz.

Ich lief ein paar Minuten, dann stieß ich auf die erste kreuzung. Ich konnte mir gerade noch ein weiteres "Scheiße" verkneifen und beschränkte mich stattdessen auf ein geflüstertes "Dreck!" Ich versuchte mich krampfhaft an diesen bescheuerten kleinen Merksatz zu erinnern, den Mila erfunden hatte um sich die Kreuzungen zu merken. Ich musste ziemlich lang in meinem Hinterkopf stöbern, bis er mir wieder einfiel.

Rinder lieben lange Rubbel-lose.

Rechts, links, links, rechts, links.

Der Satz ist zwar wirklich beknackt, aber wenigstens konnte man ihn sich merken.

 

Nach einer gefühlten halben Stunde und mit wehen Füßen stand ich endlich im Herzen des Baus. Mums "Wohnzimmer" wie sie es immer so treffend genannt hatte. Ich hielt sofort nach ihr Ausschau aber als ich sie entdeckte, verschlug es mir die Sprache. Weiß wie ein Laken lag sie in der schlafniesche. Mila presste ihr ein feuchtes Tuch an die Stirn und redete beruhigend auf mum ein.

Ich stellte mich neben Mila und legte ihr die Hand auf die Schulter. Ein freudiger Schauer durchlief mich, als ich ihre alten Knochen spürte und sah, wie sie zusammen zuckte. Langsam drehte sie sich zu mir um. Sie kniff die Augen zusammen. "Luk?", flüsterte sie. "Du lebst? Aber, aber ich habe doch deutlich gespürt, dass du tot bist, wie  . . . Wie ist das möglich."

Zur Antwort breitete ich die Flügel auseinander. "Alles ist möglich. War das nicht einer deiner Lieblings Sprüche?" Dann sah ich besorgt zu mum. "Was ist mit ihr?"

Mila seufzte. "Die Zauberer, die teile ihrer Seele beschützt haben, sind letzte Nacht ums leben gekommen. Ihre Amulette haben anscheinend den Besitzer gewechselt und das setzt deiner Mutter sehr zu."

Erschrocken griff ich zu dem Anhänger, der an einem Lederband um meinen Hals hing. Ein silbernes Kreuz. Wieso hatte es mein Mörder nicht an sich genommen, wenn es das ist, was er will?

"Was kann ich dagegen tun? Sie ist doch viel zu jung um zu sterben, Mila! Das kann ich doch nicht zu lassen! Sag mir was ich unternehmen soll!"

Mila griff beruhigend nach meiner Hand. "Die Amulette. Du musst sie zu mir bringen, denn ohne sie, . . . ohne sie kann selbst ich deiner mum nicht mehr helfen."

Ich riss mich von ihr los. "Halte dich bereit. Ich finde diesen Kerl und ich werde mum retten!"

Ich warf noch einen letzten Blick auf das Bleiche Gesicht, dann drehte ich mich um und stapfte zum Ausgang.

"Pass auf dich auf", rief Mila hinter mir her.

Ich beschleunigte meine Schritte und ballte die Hände zu Fäusten. "Das werde ich"

Fate (Fortsetzung von Lollypop)

Hi Leute! Hi Ella! Und hi Schimmerlicht! Und hi Insa.... Okay, das ist viel. Hier die Fortsetzung. Die Geschichte ist auch ein bisschen geklärt. Kann sein, dass es jetzt ein bisschen länger ist. Deswegen habe ich auch so lange gebraucht, Ella. Ich hoffe, ihr lest euch in die Geschichte hinein! GGGGGVLG Lollypop 

Bevor ich mich auf die Suche nach dem Kerl machte, wollte ich noch eine kleine Pause machen. Ich kannte da ein gutes Plätzchen, hoch oben am Berg, wo ich immer hin wollte. Ich war nur einmal dort. Und ich genoss es.

Ich flog. Aber mein Körper fühlte sich schwer an. Die Last hing an mir- die Traurigkeit, Wut, aber auch Angst. Und ein kleines bisschen Einsamkeit.

Meine Mutter konnte mich nicht sehen. Nur Mila.

Wenn sie mich sehen könnte, hätte ich zu ihr gesagt, dass sie sich keine Sorgen um mich machen soll.

Ich hockte mich auf den kalten Boden hin. Er war noch ein bisschen feucht wegen dem Regen gestern, aber meine Flügel wurden nicht nass davon.

Ich dachte nach. Das tat ich immer.

Dann träumte ich auf einmal. Mein Leben. Ein Alptraum.

Ich sah den Kerl, als ich 5 war. Ich war klein damals, ich verstand noch nicht von dieser Welt, das Wichtigste für mich waren meine Mutter und Autos gewesen. Damals war die Welt noch schön. Und sicher.

Und dann passierte es.

Der Kerl fragte mich nach meinem Namen. Ich sagte „Luk Miros“. Luk war nur mein Spitzname. Aber er schützte mich vor fremden Menschen. Aber bei ihm ging das nicht.

Er nah mich am Kragen und fragte „Wie heißt du, verdammt noch mal?“ Ich verstand nichts. Was wollte dieser Kerl von mir? Warum ist er so wütend?

Ich hatte Angst.

Damals hatte ich auch Angst, ja, aber früher ging es nur um mich.

Jetzt habe ich auch noch Angst um meine Mutter.

Meine Mutter kam angerannt. Sie schlug dem Kerl hart in den Bauch, sodass er mich losließ.

Dann rannten wir. Und rannten weiter.

Und genau da war mein Traum zu Ende.

Zeit, aufzuwachen.

Die Sonne kam langsam hoch, als wollte sie noch unter der Erde bleiben, und die Bäume wurden kahl, sodass der Wind durch die Zweige hindurch konnte.

Der Winter.

Ich sah hinunter. Die Stadt ist immer noch dunkel.

Ich sah in den Himmel. Und sah einen Engel.

„Hallo“, flüsterte er zu mir, „Ich bin Heru. Und du?“ „Luk“, murmelte ich.

Er war ein bisschen älter als ich, 2 Jahre vielleicht. Er war durchsichtiger als ich und blickte wesentlich freundlicher rein.

Ich wusste nicht, ob ich ihm trauen sollte.

Ich konnte niemandem mehr trauen.

Wir wechselten nur paar Wörter, aber ich wusste sofort, dass ich ihm trauen konnte.

Ich erzählte ihm meine ganze Geschichte, und er hörte mir aufmerksam zu. Ich erwartete, dass er mich ungläubig anschaute, aber für ihn schien das alles ganz normal zu sein. „Interessant“, sagte er schließlich. „Ich hoffe, ich kann dir helfen.“

Diese Antwort hätte ich nicht erwartet.

Fate (Fortsetzung von Ella)

So Lollypop, und auch natürlich Schimmerlicht, ich hab's endlich geschafft die Fortsetzung zu schreiben/schicken. Ich hoffe dir Lollypop, sind diese "Änderungen" recht. Und ich hoffe es gefällt euch, dass ich noch eine neue Person eingebracht hab (siehe unten). Danke Insa fürs Veröffentlichen und ich wünsch euch allen viel Spaß beim Lesen!!! LG eure Ella  

Heru breitete seine Flügel aus.

Und jetzt erst sah ich es. Sie waren pechschwarz! Die Federn, die Haut, die Knochen, alles schwarz.

Heru bemerkte meinen Blick und lächelte mir zu. "Keine Angst. Das ist nichts. Ich weiß auch, wieso ich die dunklen Flügel hab."

Mir viel plötzlich auf, dass seine Haut unnatürlich blass war, die Adern schimmern bläulich durch.

"Aha", murmelte ich. Mit einem mal machte er mir ein wenig Angst. Aber er war der einzige den ich hatte. "Und was machen wir jetzt?" 

Heru überlegte kurz. "Diese Medaillons, die sind doch Magisch aufgeladen, oder?"

Ich nickte unsicher. "Und?"

"Wenn es stark genug ist, kann die Wellen vielleicht auffangen. Komm!"

 

Heru blieb plötzlich in der Luft stehen. Er deute nach unten auf ein altes Haus. Die Fenster waren verschmiert und der putz bröckelte von den Wänden. "Dort ist es!"

"Sicher?", Fragte ich skeptisch. 

Er nickte und setzte zum Sturzflug an. Eilig folgte ich ihm.

Doch als ich ihn in das Haus begleiten wollte, hielt er mich zurück. "Du wartest besser hier."

Ich schnaubte wiederwillig. Ich war ein Engel! Was konnte mir da schon groß passieren?

Heru sah mich besorgt an. "Bitte. Ich meine das ernst."

"Ja, ja, schon gut. Ich bleibe hier."

Heru warf noch einen Blick auf mich und verschwand dann im Haus.

Sekundenlang starrte ich auf die schwere Holztür, die krachend hinter ihm zugefallen war. Dann seufzte ich und begann die Straße auf und ab zu gehen.

An einer hausecke lehnte ein mädchen. Sie sah ziemlich verwahrlost aus, ihre Lippe war gepierct, die Lederjacke alt und abgewetzt und ihre blonden Haare vielen ihr in fettigen Strähnen auf die schultern. Sie fixierte mich aus grünen Augen.

Dann zog sie sich ihre Mütze tiefer ins gesicht, stieß sich von der Wand ab und schlenderte auf mich zu.

"Na sieh mal einer an, ein Engel", sagte sie spöttisch.

"Du kannst mich sehen?" Ich war ehrlich verwundert.

"Klar." Sie lächelte. In ihren Mundwinkeln blitzten zwei spitze Eckzähne auf.

"Wo ist denn dein toller Freund hin?"

Ich deutete hinter mich. "In dem Haus da."

Sie lächelte noch einmal. " Er hat dir nicht erzählt, was er ist, oder?"

Ich starrte sie verständnislos an.

"Man sagt, schon allein ihr Blick kann tödlich sein." Das mädchen sah mich ernst an. Ein kleines Lächeln hing an ihren Mundwinkeln.

"Was?"

"Man sagt, ihr Schrei, befördert einen sofort In die Hölle."

"Was meinst du?"

"Man sagt, sie müssen einem nur die Hand auf die Brust legen, um einem bei lebendigen Leib, die Seele raus zu reißen!"

"Ich hab keinen blassen Schimmer wovon du redest."

"Dein Freund." Sie lächelte. "Ist ein Todesengel!"

Fate (Forsetzung von Lollypop)

Hey Ella, hey Insa, und alle anderen Leser von Fate... Hier ist eine Fortsetzung. Da Ella ihre total beeindruckend war,  habe ich sofort ihren Faden weitergesponnen. Ich hoffe, sie gefällt euch! LG Lollypop

„Todesengel?“ Ich war geschockt. Schon wieder. Ich wusste es! Kannmei hatte doch recht. Vertraue niemandem, hatte sie mir damals gesagt. Mit ihrer rauen Stimme. Ich hätte ihr glauben sollen! Was hatte ich ihr damals geantwortet? Ah ja. „Ich vertraue doch niemandem. Nur euch. Und ich glaube, es ist gut so.“ Ja. Es war gut so. Bis du Vertrauen in Heru fandest. Bis du erneut jemandem vertraut hast. Das Mädchen ging auf mich zu.

„Wie ich sehe, du bist erst vor kurzem ein Engel, sehe ich das richtig?“ Ich nickte ängstlich. Wieso kann sie mich sehen wenn meine Mutter mich nicht sehen kann? Warum? Das Mädchen grinste.

„Ich bin kein normaler Mensch, weißt du. Ich weiß, wer du bist. Ich weiß auch, warum du gestorben bist. Ich weiß auch, wonach du suchst.“ Mein Mund klappte einfach nicht zu. Wer? Wer ist sie? Warum weiß sie alles?

„Ich habe dich immer beobachtet. Ich kenne dich schon lange. Aber du hast mich nicht bemerkt. Lucero, das ist schlecht von dir. Du weißt doch, dass ich den Namen Luk erfunden habe. Du weißt doch, dass ich nicht wollte, dass du ihn benutzt.“ Jetzt. Jetzt wusste ich wer das war.

„Luna!“, schrie ich. Ich war glücklich. Sehr glücklich. Luna ist meine Schwester, doch sie wurde entführt, als sie 8 war. Von dem Kerl, der mich ermordet hat. Doch nur sie und meine Mutter wussten, wie ich wirklich hieß

.„Wieso siehst du mich? Mum hat mich nicht gesehen.“

„Sie ist zu schwach. Du musst sie schnell retten... Oh! Der Todesengel ist bald da. Ich sag dir, was du jetzt machen musst. Hör mir gut zu...“

Ich wartete draußen auf ihn, ungeduldig lief ich von einer Seite zur anderen.

„Da bin ich wieder!“, hörte ich auf einmal Heru flüstern. „Ich habe es!“

„Super! Wo gehen wir jetzt hin?“, fragte ich.

„Zu deinem Tal der Zauberer, wo sonst?“ Da! Er hat den Köder gefangen.

„Okay. Gehen wir.“

Wir flogen zusammen. Doch ich flog nicht zu dem echtem Tal. Ich machte einen Umweg und flog in die Stadt. Über der Menschenmenge hielt ich an. Ich schloss meine Augen und  flüsterte in mir: „Mein Engel, bietet mir Schutz. Ich bin ein Engel und möchte einer bleiben.“ Dann öffnete ich meine Augen und starrte auf Heru, der weder verstand, was ich tat, noch verstand, was ich in mir geflüstert hatte.

„Ehmmm... Luk? Alles in Ordnung?“

„Nein“, erwiderte ich. „Du bist kein normaler Engel.“

„Nein, Luk. Und ich habe dir doch gesagt, ich...“

Doch ich unterbrach ihn mit vier zerbrechenden Worten. Kalte, Trockene Worte. Spitze. Wie Schwerter.

„Du bist ein Todesengel!“

Fate (Fortsetzung von Ella)

Hey Lollypop und Hey Schimmerlicht! Ich hab endlich meine Fortsetzung fertig! Ich bin mir nicht ganz sicher, ob sie deinen Vorstellungen gerecht ist, Lollypop, ich hoffe sehr, dass sie dir gefällt. Ich bin gespannt auf eure Reaktionen! Noch ein danke an Insa fürs reinstellen und ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen! LG Ella

Heru starrte mich ein paar Sekunden ausdruckslos an. Sein Gesicht verfinsterte sich. Sein Blick wurde Starr. Die eisblauen Augen bohrten sich in meine.

"Ich wollte nicht", flüsterte er. Mit den Augen folgte er den vielen Menschen, die unter ihm auf der Straße herum liefen. Hektisch, wie ein Ameisenhaufen, immer in Bewegung.

Heru ließ sich langsam Absinken, bis seine Füße lautlos auf dem Asphalt aufkamen. 

"Was soll das heißen?", fragte ich. Ich landete ebenfalls, aber mit Abstand zu ihm. "Was meinst du mit, ich wollte nicht?"

Er lächelte. Ein kaltes, freudloses Lächeln. Du weißt nichts, schien es zu sagen. Du weißt nichts, und das wirst du noch bereuen.

"Niemand kann es sich aussuchen, ob er ein Todesengel wird, oder nicht." Langsam kam er auf mich zu. Die Menschen liefen an uns vorbei, durch uns durch. Sie waren blind. "Man kann nicht entscheiden, ob man dem großen Meister dienen will. Er hat die Macht über mich. Er kontrolliert mich."

Ich schluckte, doch ich bewegte mich nicht von der stelle. Heru sah mich an, mit einem Blick, so voll von Trauer, dass ich wegsehen musste.

Luna hatte mich gewarnt. Sie kannte Todesengel, wusste, worauf sie aus sind.

Er wird versuchen, dich zu überzeugen. Doch wenn du ihm vertraust, wird er dich umbringen, Luk! Todesengel habe keine Gefühle mehr. Nur noch ein Gedanke beherrscht sie.

Zu Töten!

Heru fiel das Schwarze Haar in die Stirn. Mit der Hand griff er in seine Tasche und zog das Amulett hervor. Er lächelte mich an. "Das ist es, was du willst, oder? Doch du brauchst es nicht für dich." Er sah mich an. "Es würde jemand anders helfen. Jemand, den du liebst!"

Er umklammerte den Anhänger so fest, dass seine Fingerknöchel weiß hervor traten. "Du hast keine Ahnung, was ich alles durchmachen musste", knurrte er. Inzwischen stand er schon knapp vor mir. "Jeden Tag, Menschen. Ich mache sie unendlich, weißt du? Nur scheint es mir, als wollten sie nicht so wirklich. Du siehst diese Qual auf ihren Gesichtern, wenn ich erstmal ihre Seele habe..... Ich bin nicht böse, Luk. Ich bin die Erlösung!"

Blizschnell hob er die Hand und presste sie mir gegen die Brust. Luna hatte mir davon erzählt. Er versuchte meine Seele aus meinem Körper zu reißen.

Ich spürte den Schmerz, seine Finger Gruben sich in mein Fleisch. Doch ich blieb am leben.

Heru blickte mich ungläubig an. "Wie geht das an? Du solltest doch schon längst tot sein!" Er kniff die Augen zusammen und bleckte die Zähne, was eher aussah wie ein nervöses Lächeln.

"Tja, damit hast du wohl nicht gerechnet" Ich starrte ihm in das Bleiche Gesicht. "Jemand hat mir gesagt, wie ich Dämonen wie dich zurück halten kann." Ich hob die Hand. "Meine Engel bietet mir Schutz", flüsterte ich. Heru starrte mich an. 

"Ich bin ein Engel und möchte einer bleiben!"

Die Verwunderung wich Angst. Blanker Angst. "Nein! Nein, tu das nicht", kreischte Heru. "Bitte!!!"

Doch ich hörte nicht auf seine Worte und presste meine Hand gegen seine Kalte Brust. Ich sah ihm in die Augen. "Morte!!!"

Heru stieß einen Schrei aus. Doch noch bevor er irgendetwas unternehmen konnte, fing seine Gestalt an zu bröckeln. Der Wind trug den Staub zwischen die Häuser fort.

Ich griff nach dem Amulett, das auf dem Boden lag und schob es mir in die Tasche.

Die Menschen hatten nichts mitbekommen von dem Kampf, der sich direkt unter ihnen zugetragen hatte. Sie waren blind. Aber vielleicht würden sie den Stein bemerken, der vor meinen Füßen auf dem rissigen Asphalt lag.

Ein herzförmiger Stein, kalt wie der Tod....

Fate (Fortsetzung von Lollypop)

Hi!!! Meine Fortsetzung ist da. Vielleicht versteht ihrs nicht ganz, wenn, dann erkläre ich es euch. Ich hoffe, es gefällt euch! LG Lollypop

Ich sah den herzförmigen Stein vor mir. Ich wollte ihn aufheben, doch ich erinnerte mich, was Luna zu mir sagte.

„Luk. Deine Mutter hat nur noch paar Stunden zu leben. Beeil dich!“

Ich nahm das Amulett und band es mir um den Hals. Plötzlich schwamm alles vor meinen Augen.

Was ist passiert?

Ist es wegen Amulett?

Was soll ich tun?

Ich hatte zuerst Zweifel, ich könnte nicht zu meiner Mutter, doch im Gegenteil: Das Amulett brachte mich dahin.

Ich stand wieder am Eingang der Höhle und ging den bekannten Weg.

Und da sah ich Mi.. . Sie weinte.

„Zu spät!“, sagte sie als sie mich sah. „Du warst zu spät! Was hast du so lange gebraucht?“

 

Ich sah zu meiner Mutter hinüber. Sie war blass und man konnte noch ihre Blutadern sehen.

Sie sah aus wie Heru. Und, vielleicht, noch blasser.

Ich kämpfte gegen meinen Tränen, doch ich hielt es doch nicht mehr aus.

Ich brach zusammen und schrie den Namen meiner Mutter.

Da sah ich einen Schatten hinter mir. Luna! Sie war dicht hinter mir und klopfte mir auf die Schulter. „Danke für dein möglichstes Helfen, Luk.“, sagte sie. „Deine Mutter hat sich bis zur letzte Minute um dich gesorgt. Wo ist Lucero, hatte sie die ganze Zeit gesagt. Lucero komm zurück.“

Ich wurde von meiner Schwester gedrückt und heulte weiter.

Früher, als ich noch in die Schule ging, fand ich das total peinlich, wenn man flennte. Aber jetzt heulte ich selber. Ich konnte nicht anders.

 

Da schwamm mir noch einmal alles vor den Augen. Ich dachte am Anfang, das seien die Tränen, doch es war anders. Irgendwie anders.

Und dann stand ich auf einmal wieder in der Stadt. Die Menschen gingen durch mich hindurch, und ich konnte mich nicht bewegen, ich war wie gelähmt.

War das jetzt nur eine Illusion?

Oder habe ich die Zukunft vorausgesehen?

Mein Gedächtnis war voller Fragen, die ich mir nicht erklären konnte.

Doch ich hatte keine Zeit, nachzuforschen.

Ich muss schnell zu Mila. Ich muss schnell zu meiner Mutter.

Bevor der Tod sie frisst.

Fate (Fortsetzung von Ella)

Hey Leute! Ich habe (endlich) meine Fortsetzung fertig! Ich hoffe sie gefällt euch. Und ich hoffe, du Lollypop (und Schimmerlicht und Schneewittchen), bist einverstanden, dass ich Luk noch ein bisschen "suchen" lasse (siehe unten). Sonst wäre die Geschichte ja bald zu ende, und das wäre irgendwie langweilig oder?  Also LG von Ella an euch alle und ein riesengroßes DANKE an Insa fürs Veröffentlichen. Viel Spaß beim Lesen!

Ich stolperte in die Höhle. Der Klang meiner Schritte hallte laut von den Wänden wieder und die Dunkelheit war erdrückend. Ich konnte zuerst nichts sehen und schob mich vorsichtig weiter.

„Luk?“, fragte plötzlich jemand. Doch bevor ich antworten konnte, schlang Mila mir schon ihre alten Arme um den Hals. Ich lächelte.

„Endlich! Ich hab mir schon solche Sorgen um dich gemacht“, murmelte sie in meine Schulter. Ich legte die Flügel an und schob Mila sanft von mir.

„Wie geht es Mum?“, wollte ich wissen. Mein Magen verkrampfte sich. „Ist sie ...?“

„Nein“, unterbrach mich Mila. „Sie lebt noch, aber sie ist sehr schwach. Hast du das Amulette?“ Ich zog mir das Lederband über den Kopf und betrachtete den Anhänger, der in meiner Hand lag. Ein einzelner, silberner Engelsflügel.

„Bis jetzt habe ich erst eines gefunden. Hilft dir das?“ Mila nahm das Amulett vorsichtig entgegen.

„Naja, es ist besser als nichts.“ Ohne noch einen weiteren Blick zu mir drehte sie sich um und schlich wieder zu Mum. Dann nahm sie die blasse Hand, die unter der Decke hervor lugte, legte das Amulett hinein und schloss Mum's Faust darum.

„Kehre zurück in den Körper aus dem du kamest“, murmelte sie. Kurz nachdem sie dies gesagt hatte, wurde die Höhle von einem gleißend hellen Licht erfüllt. Ich kniff die Augen zusammen. Doch als ich sie wieder öffnete, schien sich nichts verändert zu haben. Mum wirkte nicht gesünder, es sah so aus, als hätte sie von alldem was um sie herum geschah, nichts mitbekommen. Ich blickte Mila enttäuscht und besorgt an.

„Keine Sorgen, die Folgen werden sich bald zeigen. Aber ich muss dich bitten noch die restlichen Amulette aufzuspüren und zu mir zu bringen. Damit ich deine Mutter vollkommen heilen kann.“ Ich nickte leicht.

„Okay“, flüsterte ich. Dann drehte ich mich wie mechanisch um und stapfte aus der Höhle. Draußen wartete schon Luna.

„Und?“, fragte sie aufgeregt. Ich sah sie nicht einmal an.

„Nichts“, murmelte ich nur. „Wir müssen die anderen Medaillons finden, bevor sie stirbt.“

„Oh“ Luna sah mich bedrückt an. „Das wird schon wieder.“

Ich biss mir auf die Lippen und nickte. Das wird schon wieder. Hoffentlich.

Fate (Fortsetzung von Lollypop)

Hii Leute inklusive Ella, Schimmerlicht und (natüürlich Schneewittchen!) Und Insa : Hier meine Fortsetzung von Fate. Ich hab gedacht, ich füge mal was zu Luna hinzu. Ich hoffe, es gefällt euch! Lollypop

Ich wollte weitergehen, doch Luna hielt mich fest.

„Luk“, flüsterte sie. Ganz ängstlich und doch ganz zart. „Ich habe dir etwas verschwiegen.“

„Dann sag“ Ich war etwas wütend geworden. Meine eigene Schwester hält etwas von mir geheim! Das konnte ich mir nicht vorstellen.

„Du weißt, ich wurde entführt.“ Ja, ich vergesse es nicht so leicht, Luna! „Da hat mir der Mann etwas eingeflößt.“ Was? „Es war grün, und schmeckte richtig ekelhaft. Und ich wusste damals nicht, was das war.“ Oh nein. „Grün und ekelhaft... Luna, sag nicht dass...“

„Doch.“ Luna holte tief Luft.

„Mir wurde das Vampirgift eingeflößt. Ich bin ein Vampir geworden.“

Ich wurde fast ohnmächtig, ich hielt mich an einem Felsen fest, der hervorragte. „Luna“, brachte ich noch heraus. Luna fuhr fort. „Deswegen kann ich dich sehen. Nur dank dem Gift kann ich dich spüren. Weil ich zur Hälfe selbst einer geworden bin.“ Sie drückte mich fest an sie. Und auf einmal erinnerte ich mich.

Jedes Mal, wenn sie mit mir redete, blitzten zwei spitze Zähne. Ihre Haut war blasser als früher. Und sie konnte mich sehen.

Ja, Vampirgift erklärte alles.

„Luk, hör mir zu“ Luna packte mich am Arm. „Seit ich Vampir bin, kann ich nachtsüber wach sein und anstatt dir nach den Amuletten suchen.“ Ich befreite mich von ihren Händen. Luna kam mir auf einmal schrecklich fremd vor.

„Und noch etwas.“ Sie kam näher.

„Ich kann die Amulette spüren, Luk.“

Ich musste zugeben, dass ich jetzt ein bisschen neidisch auf sie war. Ihr würde das Suchen nämlich viel leichter fallen als mir.

„Luk, ich komme mit dir. Wo immer du auch hingehst, ich kann dir helfen.“ Ja, es wäre eine wirklich gute Idee, dass sie mitkommt. Unsterblichkeit spielt schließlich eine große Rolle.

 

„Luk, wohin gehen wir?“ „Zum Tal der Zauberer. Komm, fass mich am Arm.“ Sie tat es und ich sah sie lachen, als sie ihre Flügel an ihrem Rücken bemerkte. „Ha, ein Vampirengel! Eine schöne Idee...“

Hand in Hand flogen wir. Und diesmal war ich viel selbstsicherer.

Fate (Fortsetzung von Ella)

Hay Leute, hier kommt meine Fortsetzung! Nochmal ein riesengroßes SORRY für die Verspätung!!! Tut mir wirklich, wirklich leid! Ich hoffe es gefällt euch, Schimmerlicht, Lollypop und Schneewittchen. Trotzdem! Also,... ja... damit wäre dann mal alles gesagt. Noch ein Danke an Insa fürs immer wieder geduldige reinstellen und ändern (Na, Lollypop? Anspielung erkannt?) und LG von eurer Ella  

Luna lachte. Sie lachte laut und klar, dass ich glaubte es würde den ganzen Himmel ausfüllen. Ein Vogelgezwitscher zwischen all dem Blau um uns, ein Rauschen in der Atmosphäre der Welt. Trotzdem war es so laut für mich, dass ich mir am liebsten die Ohren zugehalten hätte.

Meine Wut auf Luna war vielleicht verraucht gewesen, doch mit jeder Minute schlich sie sich mehr und mehr wieder zurück in meinen Körper. Sie eroberte ihr altes Besitztum zurück.

Ich war wütend, dass sie so gut gelaunt war, wütend dass sie anscheinend vergessen konnte und doch schlich sich ein kleines Lächeln auf meine Lippen. Ich wusste wie es sich anfühlte, das erste Mal zu fliegen, mit weißen Flügeln, die Federn flatternd im Wind.

Man denkt, man kann alles tun. Alles was man will. Doch dieses Gefühl wird abschwächen. Dir wird klar werden, dass es nichts ändert, Luna. Rein gar nichts. Was hilft es Mum, dass du mit Engelsschwingen durch den Himmel gleitest? Ich schob den Unterkiefer vor, mein ganzer Mund schien sich zu verschieben, sich zu verschließen.

Luna griff mit der Hand nach einer Wolke, doch die Luft verpuffte zwischen ihren Händen. Sie starrte ein paar Sekunden auf die Leere, dann lachte sie abermals und drehte sich zu mir um.

Mein Magen verkrampfte sich als ich sie so direkt anblickte. Beim Grinsen blitzten Lunas Eckzähne auf, wie die eines gefährlichen Tieres, das die Lefzen hob, bereit zum Angriff. Es sah aus wie... ja, wie ein aufgebrachtes Zähneblecken, ein geplantes Töten. Obwohl sie nur lächelte. Ich kniff die Lippen zusammen und wendete den Blick zur Erde. Die Stadt war gekommen und gegangen, jetzt floss nur noch das Grün des Waldes. Endlos lang ins Nirgendwo.

Luna wurde mit einem Blick in mein Gesicht schlagartig wieder ernst. „Hör mal Luk, ich bin immer noch die selbe Person wie früher. Okay, ich mag kein Sonnenlicht und Blut zieht mich magisch an, aber...“ Sie stockte als wüsste sie nicht, was sie weiter sagen sollte. „Ich bin immer noch der selbe Mensch“, wiederholte sie.

Ich seufzte. Vielleicht sollte es zustimmend klingen, vielleicht verstand Luna es auch nicht, doch ich hüllte mich trotzdem weiterhin in Schweigen. Kaltes Schweigen, beleidigtes Schweigen, angstvolles Schweigen. Neidisches Schweigen.

Ja, ich war neidisch auf Luna. Sie trug die Magie in ihrem Körper, sie konnte spüren, sehen. Riechen?

Luna hob witternd die Nase und sog die Luft ein. Sie blieb mit leicht schwingenden Flügen stehen und deutete auf einen Fels, der unter uns im Wald aufragte. „Ich glaub dort ist es“

Ich zog verächtlich die Augenbraue hoch. „Du glaubst...?“ Irgendwie fühlte ich mich wie ihr großer Bruder. Der auf sie aufpassen muss, sie warnen muss, sie zurechtweisen muss. Ich glaubte, ich hatte mehr Erfahrung als sie. Dabei war ich doch vier Jahre jünger. Dabei war ich doch schon tot.

Fate (Fortsetzung von Lollypop)

Hi Ella, Schimmerlicht uuuuuuund Schneewitchen haha! Hier kommt meine Fortsetzung! Ich hoffe sehr, dass es euch gefällt. Nun, das war's wohl mit der Begrüßung... Vielen Dank noch an Insa für das Hochladen und euch allen: Viel Spaß! Eure Lollypop

Wir flogen dorthin.

Der Fels war außergewöhnlich glatt. Als hätte jemand daran geschliffen. Wir standen mit offenen Mündern da.

Luna brach das Schweigen als erste. „Luk, wir haben nicht viele Stunden Zeit, um die restlichen 4 Amulette zu finden. Und das zweite ist hier irgendwo. Ich kann es spüren. Eher da“ Sie zeigte auf die Stelle, wo der Schatten den Boden umfing. Wie ein Tier, das sich ausbreitete.

Wir suchten, bis die Sonne zwischen den Bergen unterging. Da bemerkte ich etwas glitzerndes auf dem Boden. Ich wollte gleich Luna rufen, aber ich hob es zur Sicherheit auf. Ja, das war es. Das Amulett! Es schimmerte Blau und hatte etwas geheimnisvolles an sich. Doch ehe ich es aufhob, fiel ich unbewusst zu Boden.

Ich sah nur schwarz vor mir.

Nach einer Zeit - ich wusste nicht wie lange, aber es schien eine Weile zu sein - kam ich endlich zum Bewusstsein. Als ich meine Augen aufschlug, sah ich Luna vor mir hinknien. Ihre Augen waren feucht. „Luk!“ Sie drückte mich fest an sie. „Ich habe mir so große Sorgen um dich gemacht.“ „Ich bin doch schon tot, keine Sorge“, spottete ich.

„Aber du bist mir wichtig. Und ich will nicht ohne dich die Amulette suchen.“

Ich schaute auf meine Hände. Sie waren leer. „Das Amulett“ sagte ich.

„Die habe ich, keine Sorge.“ Sie deutete auf eine Plastiktüte, die neben ihr lag. „Warum bin ich eigentlich ohnmächtig geworden?“ „Du weißt, dass die Amulette magisch verzaubert sind“ erklärte sie. „Sie haben jeweils eine eigene Kraft, die einen menschlichen Körper so zu beeinflussen, nicht mehr nach ihnen zu suchen. In den alten Büchern steht doch immer, dass die Amulette Macht bringen. Und das wollen alle Menschen. Nur, da du ja schon tot bist, wirken die Kräfte nicht so stark. Also bist du einfach nur ohnmächtig geworden.“

Ich war beruhigt. Also kann ich doch noch die Suche fortsetzen.

„Komm, wir haben das Amulett. Lass uns weitermachen.“

Wir flogen über den Wald. Ich versank in meinen Träumen.

Als Luna „Halt“ rief, war ich immernoch tief in Gedanken. Ich hörte sie auch nicht, als sie „Luk!“ rief. Ich wusste nicht mehr, an was ich dachte.

Aber dann bemerkte ich etwas. Meine Augen wurden größer.

Ein Adler flog direkt auf mich zu.

Fate (Fortsetzung von Ella)

Hallo ihr Lieben, ich hab mich ja schon ewig nicht mehr gemeldet... I'm soooo sorry für diese riesen Verspätung der Fortsetzung!!! Ich hoffe ihr mögt sie trotzdem, Lollypop, Schneewittchen und Schimmerlicht. Tja, dann gibt's nur noch ein Danke an Insa fürs Reinstellen zu sagen und euch viel Spaß bei Lesen! LG Ella

Ich erfasste alles in Sekundenschnelle, jedes noch so unwichtige Detail; den aufgerissenen Schnabel mit der unnatürlich blutroten Zunge, die Augen, die wie schwarze Löcher wirkten, die Federn, die die Luft mit einem zischenden Geräusch zerschnitten; und musste feststellen, dass es zu spät war um auszuweichen. Also machte ich mich bereit um den bevorstehenden Angriff abzuwehren. Doch es kam keiner. Bevor ich auch nur mit der Wimper zucken konnte, hatte der Adler abgebremst. Er stand vor mir in der Luft, als wäre nie etwas passiert und sein Blick schien zu fragen: "Was denn? Noch nie 'nen Adler geseh'n?"

Plötzlich räusperte er sich. Sein Schnabel klappte auf, doch anstatt des erwarteten Krächzens, sprach er Wörter! Ziemlich schnell zwar und mit einer unangenehm kratzigen Stimme, aber ich konnte ihn verstehen! "Ihr seid auf der Suche." Es war keine Frage, sondern eine klare Feststellung. Ich hatte irgendwie den Eindruck, als wäre der Vogel gar nicht so alt wie ich ihn zuerst eingeschätzt hatte, als wäre er kaum älter als ich.

Ich legte den Kopf schief und sah ihn an. Hinter mir hörte ich wie Luna scharf Luft einsog und irgendetwas zu mir sagte. Doch ich verstand es nicht, ich wollte es nicht verstehen. All meine Sinne waren auf den Adler fixiert, der ohne eine Regung in der Luft stand, als wäre er an Fäden aufgehängt.

"Ihr seid auf der Suche", wiederholte er seine Worte und jetzt war ich mir sicher, dass es die heisere Stimme eines jungen Mannes war, die da sprach. "Ihr und Eure Schwester. Doch Ihr wisst nicht, wo Ihr es findet."

Ich fand es seltsam, dass er mich in Höflichkeitsform ansprach, ich dachte das wäre schon längst ausgestorben. Aber viel beunruhigender war, dass er Recht hatte!

"Woher weißt du das?", fragte ich und versuchte meine Stimme stark klingen zu lassen. "Woher weißt du, dass sie meine Schwester ist, woher weißt du, dass wir suchen?" Der Adler verzog seinen Schnabel zu einem spöttischen Lächeln, wie nur Vögel lächeln können. Lippenlos und ein wenig aggressiv. "Das ist doch nicht wichtig. Viel wichtiger ist, dass ich euch geben kann, was ihr braucht."

Ich wich zurück und baute mich schützend vor Luna auf, der der Adler lüsternde Blicke zuwarf. Weißer Schaum tropfte aus seinem Schnabel und rann die dreckigen Halsfedern hinab, in den schwarzen Augen standen blutrote Tränen; doch er sah nicht aus, als wolle er Luna etwas tun, er sah aus, als wolle er sich ihr anschließen, bei ihr sein.

Es war beunruhigend und extrem gruselig. Meine Stimme zitterte ein wenig, sie brach, als ich wieder sprach: "Wieso sollten wir dir vertrauen? Geh, wir brauchen deine Hilfe nicht!" Der Vogel senkte den Kopf, als sei er ehrlich enttäuscht. "Das ist aber schade, Luk..." Er wandte sich um und wollte wieder wegfliegen, doch Lunas Worte hielten ihn auf. "Warte!" Er blieb stehen, und obwohl er sich nicht zu uns umdrehte, konnte ich sein Lächeln sehen. "Was soll das, Luna?", fauchte ich meine Schwester an, ohne den Adler aus den Augen zu lassen. "Du weißt wie es mit Heru war, wir können es uns nicht mehr leisten, zu vertrauen!" Ich senkte die Stimme, "Schon gar nicht solchen, wie dem da!" Luna nahm beruhigend meinen Arm. "Es ist okay, Luk. Ich kenne ihn." Sie sah den Adler wieder an, dessen Augen jetzt feuerrot leuchteten und in dessen Schnabel der weiße Schaum stand, wie bei der Tollwut, kurz bevor das Tier Krämpfe bekommt und verreckt. Doch jetzt war der Blick des Vogels nicht mehr lüsternd, er war viel mehr dankbar. Und Luna erwiderte ihn. "Das ist Aeetus. Mein Freund."

Fate (Fortsetzung von Lollypop)

Sooo Fate-Schwestern... Hier meine Fortsetzung. Ich hoffe sehr, dass sie euch gefällt. Die Idee von Ella mit Aeetus war schließlich genial. Ein Danke an Insa und ein Viel Spaß an euch! LG Lollypop

„Wie?“

Ich stand für ein paar lange Sekunden sprachlos. Dann fragte ich leise: „Der da?“

Luna nickte und ging auf den Adler zu. „Aeetus“, sagte sie und strich ihre Hand über seine Federn. „Lange nicht gesehen.“ „Ja. Aber ich habe mir deinen Bruder viel netter vorgestellt.“ Er lachte.

Dieses Lachen! Es machte mich immer wieder misstrauisch. Es klang so unbeschreiblich, man könnte es fast als „mörderisch“ bezeichnen. Haben alle Adler ein solches Lachen?

„Also, Luna“ Schnell warf ich einen Blick auf ihn. „Und Aeetus“ Als er meinen Blick bemerkte, lächelte er. Na, was soll’s. Vielleicht ist er doch nicht so schlimm.

„Können wir weiterfliegen? Luna, spür mal auf, wo das dritte Amulett ist“

Luna hob ihren Kopf und sog die Luft ein. Sie drehte ihren Kopf paar Mal, um die Richtung zu finden. Schließlich streckte sie den Arm aus. „Da ist es.“, sagte sie.

Aeetus folgte ihr, als sie ihre Engelsflügel ausbreitete und Richtung Zauberer-Tal flog. Ich folgte dahinter. Ich musste Aeetus im Auge behalten.

Du darfst niemandem trauen. Niemanden, außer denen, die das Blut deinesgleichen haben.

Ich dachte an Kannmei. Die Misstrauischste. Die Hässlichste. Aber auch die Weiseste.

Sie wusste zu jeder Frage eine Antwort. Auch wenn ich sie meistens nie entschlüsseln konnte. Ich fragte mich, wo sie jetzt sei. Vielleicht ist sie zurückgekehrt, in ihr Heimatland. Vielleicht beobachtet sie mich...

Als ein kalter Wind an meinen Ohren vorbeifuhr, schaute ich erschrocken zurück.

Kannmei ist tot. Wie alle anderen.

Was meine Mutter bald auch sein wird, wenn wir uns nicht beeilten.

Fate (Fortsetzung von Ella)

Hey, ihr Lieben! Ich hab das mit der Fortsetzung so was von verschlafen und mir tut es auch unglaublich leid, dass ich erst so spät schreibe!!! Ich hoffe ihr mögt es trotzdem (auch wenn nicht viel darin passiert) Tja, das wars dann eigentlich auch schon wieder von mir; ich danke noch Insa fürs reinstellen und wünsche euch, liebe Fate-Schwester, viel Spaß beim Lesen! LG Ella

Die Flügelschläge des Adlers waren laut in der kalten Luft, so laut, dass ich glaubte, sie wären noch meilenweit zu hören. Gereizt drehte ich mich zu Aeetus um

„Kannst du nicht mal ruhig sein?“, fauchte ich. Er machte ein ehrlich betroffenes Gesicht und landete auf dem Boden, über dem er bis vor wenigen Sekunden noch hektisch geflattert war. Die Krallen bohrten sich tief in den matschigen Schlamm und seine Federn streiften darüber, verklebten sich. Er fluchte leise und seine blutroten Augen füllten sich mit Frust. Ich machte unbewusst einen Schritt zurück. Aeetus war selbst auf der Erde eine furchteinflößende Persönlichkeit, was nicht zuletzt an seiner Größe lag. In der Luft wirkte er wie ein normaler Vogel, doch ich bemerkte erst jetzt, dass er mir weit über die Hüfte reichte! Ungefähr so groß wie ein Kind, mit einer Flügelspannweite von mindestens zwei Metern; wieso hatte sich Luna ausgerechnet ihn ausgesucht? Aeetus machte mich nervös und das Schlimmste war, dass er das wusste!

Luna kniete sich vor ihn, ignorierte mein entnervtes Aufstöhnen und begann ihm den Kopf zu kraulen wie einem süßen Schoßhündchen. „Wäre es nicht einfacher, wenn du die Federn ablegst?“ Sie sprach so leise, dass ich es fast nicht verstand und mir kam der Verdacht, dass sie das mit Absicht machte.

Aeetus legte den Kopf auf die Seite und sah Luna lang an, als müsse er über dieses Angebot nachdenken, schließlich nickte er. „Okay“, sagte er gedehnt. „Aber nur unter Protest. Und wenn der Kleine auch nur ein Wort sagt, bin ich weg!“

Das ist doch mal ein Angebot, dachte ich grimmig. Ich sollte es sofort ausnützen. Doch Luna schien meine Absichten zu bemerken. Sie stand auf, nahm mich am Arm und führte mich ein paar Meter von Aeetus weg. „Ich weiß du magst ihn nicht“, flüsterte sie und versuchte meine Blicke einzufangen, die desinteressiert durch die Umgebung schweiften. Sie nahm mich an den Schultern. „Aber das ist auch nicht so leicht für ihn. Er hat in seinem Leben viel durchgemacht, deswegen flüchtet er sich auch immer in den Adler. Bitte“, ihre Stimme wurde drängend und fast flehentlich, „sei nicht so garstig wie immer, nicht zu ihm, okay?“

Ich legte den Kopf schief und kniff die Augen zusammen. „Wieso bist du mit ihm zusammen?“, fragte ich, anklagend wie ein kleines Kind. Luna lächelte. „Weil ich ihn liebe. So wie er ist. Also, versprichst du mir, nichts gegen ihn zu sagen?“ Ich zögerte einen Moment, bis ich nickte. „Okay. Aber nur unter Protest“, echote ich Aeetus Worte, was mit einen Stoß zwischen die Rippen brachte. Trotzdem grinste ich, als wir zu Aeetus zurückgingen.

 

Er hob den Kopf, sah mich lang an und atmete dann tief durch. Er schien gehört zu haben, was ich mit Luna besprochen hatte, aber er schien nicht wütend zu sein. Er legte die Flügel an, blinzelte nochmal, dann begann seine Gestalt zu leuchten. Geblendet kniff ich die Augen zusammen; das bläuliche Licht, das den ganzen Adler einhüllte wurde immer heller und löste sich dann in einen Blitz auf. Luna fiel dem Jungen der nun vor uns stand sofort um den Hals und drückte ihr Gesicht in seine Schulter. Er lächelte und strich mit der Hand über den Rücken. Ich konnte sein Gesicht nicht sehen, doch als Luna ihn wieder losgelassen hatte, hob er langsam den Kopf. Ich schnappte nach Luft, tat aber schnell so als hätte ich mich verschluckt. Unauffällig musterte ich Aeetus Menschengestalt von oben bis unten. Er war kräftig und groß und trotzdem schien er sehr abgemagert. Sein Oberkörper war nackt, sodass ich die vielen Narben sehen konnte, die sich über seine Haut wanden wie Schlangen. Eine besonders dicke lag genau auf der Stelle des Herzens und bei jedem Atemzug den Aeetus machte, bewegte sie sich. Ein großes Tattoo begann an seinem Handgelenk, wand sich seinen ganzen Arm entlang bis zu seiner Schulter, seinen Hals hinauf und endete neben seinem rechten Auge, in das es einzufließen schien. Ich erkannte nicht, was es darstellen sollte; es waren nur viele verschlungene Muster die sich schwarz von seiner Haut abhoben. Seine Haare waren wie die federn des Adlers, ein dreckiges Dunkelbraun. Zerzaust fielen sie ihm fast bis auf die Schultern und glichen dabei der Mähne eines Löwen. Seine Augen leuchteten rot, zumindest das eine. Das andere war trüb, es wirkte als hätte es keine Pupille; eine dünne Narbe teilte es in der Mitte und mir drehte es bei dem Anblick fast den Magen um. Aeetus sah nicht vertrauenserweckend aus, ganz und gar nicht! Und trotzdem drückte sich Luna fest an ihn, als wir weitergingen, ließ seine Hand nicht mal für eine Sekunde los.

Fate (Fortsetzung von Lollypop)

Hey, Fate-Schwestern :D Tut mir echt leid, dass meine Fortsetzung verspätet ist (hier, eine Dose Cookies als Entschuldigung) Aber ich hoffe trotzdem, dass sie euch gefällt! Dann richte ich noch ein ganz großes Danke an Insa aus (hier, ein Cookie auch für dich) und zuletzt:  #HöhleDerLöwen LG Lollypop

Wir gingen weiter. Doch plötzlich fiel mir etwas ein. „Aeetus“, rief ich. Der Junge drehte sich um. „Ja?“ „Du hast doch gesagt, du kannst uns geben, was wir brauchen. Was meinst du damit?“ Plötzlich verfinsterte sich seine Miene. „Ich meine damit gar nichts.“

„Du meinst sehr wohl etwas!“ Meine Stimme wurde lauter. „Los, sag endlich, was du uns verheimlichst!“ Mit einem hilfesuchendem Blick drehte er sich zu Luna um. „Sag’s ihm“, forderte sie ihn auf. Er seufzte. „Na gut. Also. Ich kann es euch nicht unbedingt geben, also nicht von Hand zu Hand. Aber das dritte Amulett befindet sich in einer Höhle. Und es ist die Höhle der Löwen.“

Wie bitte?

„Wenn ich einigermaßen in Ordnung bin, und es richtig verstanden habe, heißt das, wir müssen in eine Höhle rein, wo sich Löwen befinden?“

„Du bist nicht einigermaßen in Ordnung“, spottete er. „Aber du hast es richtig verstanden. Wir gehen in die Höhle der Löwen. Und ich kann euch am ehesten helfen, weil“ – er machte eine lange Pause - „ich dort aufgewachsen bin.“

Ich riss meine Augen auf. Die Welt wurde immer unrealistischer.

Seit Aeetus’ Anwesenheit höre ich nur verdammt ungewöhnliche Dinge.

Zuerst habe ich einen Adler direkt auf mich zufliegen sehen, dann stellt es sich auch noch heraus, dass es Lunas Freund ist und dass sie ihn... diesen Gedanken verschiebe ich auf nachher. Danach sehe ich plötzlich, dass er seine Gestalt verändern kann und ein Junge ist, der über und über mit Narben und einem Tattoo verdeckt ist- und jetzt höre ich auch noch, dass er mit Löwen aufgewachsen ist. Was, um alles in der Welt, ist hier normal?

Ich setzte mich auf einen Stein, der neben mir stand. Als ich mich erschöpft fallen ließ, bewegte sich der Stein. Erschrocken sprang ich auf und betrachtete den Stein und bemerkte, dass das eine Schildkröte war. Ich bemerkte Luna neben mir, die gespannt auf das Tier starrte. Und neben ihr knurrte Aeetus wie ein Hund in Kampfbereitschaft.

Was soll das wieder mal bedeuten?