Fjalra

Kalt und blau

Hier der Anfang einer Kurzgeschichte von mir. Bitte schreibt, was ich verbessern kann.

Ich wachte auf.

Verkrampft lag ich auf der zerknitterten Decke. Wieder diese Träume. Seit drei Monaten habe ich nun diese Alpträume. Sie sind schrecklich, aber nach dem Aufwachen kann ich mich immer nur an Bruchstücke erinnern. Und daran, wie schrecklich sie sind. Irgendwie sind sie jedesmal sehr kalt, und blau. Wenn ich aufwache bin ich außer Atem, als wäre ich einmal um Hamburg gelaufen. Ich weiß nicht, woher diese Träume kommen, vielleicht von meinen Eltern, aber sie nehmen mir Nacht für Nacht die Ruhe. Mit dem Schlaf an sich hatte ich immer Probleme.

Schon mein ganzes Leben lang kann ich nicht einschlafen, wenn ich es will. Egal wann ich ins Bett ging, erst Stunden später war ich eingeschlafen. All meine wenigen Freundinnen, die ich bisher so hatte, meinten, als ich ihnen davon erzählte: Ja, sie hätten das auch, und sie könnten auch nie einschlafen. Und wenn sie dann mal bei mir übernachteten, oder ich bei ihnen, waren sie nach einer halben Stunde eingeschlafen.

Freundinnen…

Ich hatte noch nie viele, insgesamt vielleicht sechs. Nicht nur die Allerbesten eingerechnet. 

Die meisten Mädchen können von den meisten anderen Mädchen ihrer Klasse sagen, sie seien befreundet. Ich kann das nicht. Ich konnte es nie, nicht auf der Grundschule, nicht auf der weiterführenden Schule, und ich werde es nicht auf der Schule können, auf die ich ab heute gehen werde. 

Das ist einfach so.

Mein größter Wunsch ist, eine Freundin zu finden.

Eine Freundin, mit der ich alles machen kann, der ich alles erzählen kann, und die mich versteht. So wie jeder es sich wünscht. 

Ich tippte auf mein Handy, damit das Display hell wurde. (Es tat mir den Gefallen)

6:4. Ich lag immer noch verschwitzt und verkrampft auf dem Bett. Etwa fünf Minuten lang muss ich so dagelegen und an die Decke gestarrt haben, dann stand ich auf und ging ins Badezimmer. Das Licht ließ ich aus, als ich die Tür schloss.

Ich ging zum Waschbecken und drehte langsam den Hahn auf. Kaltes Wasser lief über meine Hände.

Ich wusch mir das Gesicht, dann blickte ich auf.

Ich sah mir selbst  aus dem dunklen Spiegel entgegen.

Kalt, und blau.