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Perrinchi

10 nach Chriss

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Die Vorhänge des Raumes waren zugezogen. Nur durch einen kleinen Spalt schimmerte das Dämmerungslicht auf den abgelatschten Teppich in der Mitte des Raumes. Inspektor Volter strich mit der Hand die Wand neben dem Türrahmen ab. Als er den Schalter fand knisterte die Lampe, dann flackerte sie und sprang an.

Volter kniff die Augen zusammen. Es roch nach abgestandener Luft. Seit Wochen war dieser Raum nicht mehr gelüftet worden.

„Das mit der blauen Tapete, ist das ihr Zimmer?“ rief er aus dem Zimmer.

Schnaufend arbeitete sich die füllige Haushälterin Mrs. Bane die Stufen zu ihm hoch. Zwischen zwei inbrünstigen Ächzern brachte sie ein halbherziges, kaum verständliches „Ja“ hervor.

Volter suchte hektisch mit den Augen den Raum ab. Bücher, CD’s Schreibtisch und Bett, aber nirgendwo das, weswegen er geschickt wurde. Es war Zeit, dass er hier wegkam.

„Und wo ist dieser Zettel, weswegen Sie angerufen haben?“ fragte Volter ungeduldig.

Mrs. Bane verzog das Gesicht. Sie war oben angekommen und baute sich vor Volter auf. Heißer, nach Anisplätzchen riechender Atem schlug ihm ins Gesicht. Auf einmal wirkte Mrs. Volter verärgert.

„Sammal, hören sie eigentlich zu?“

Volter schluckte. „Er ist weg, Herr Inspektor, weg ist er.“

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