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Sunny

Das Gold von Kinabalu

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Prolog

Hi Leute! Hier sind die ersten Seiten meiner Geschichte. Ich hoffe, sie gefällt
euch und ich würde mich sehr über Feedback freuen.

Artjom fluchte leise. Er hatte sich den Kopf am Querbalken gestoßen.
»Ich hasse dieses Haus!«, keuchte er. Er setzte sich auf den klapprigen Campingstuhl, fuhr über seine Narbe und dachte an die Nacht, in der die ganze Katastrophe angefangen hatte.

Er war noch ganz klein gewesen. Sein Vater hatte ihn früh zu Bett gebracht, weil er anscheinend noch etwas vorhatte. Artjom war schon fast eingeschlafen, dann hörte er auf Einmal ein lautes Rumpeln, gefolgt von einem Aufschrei. Er hetzte die Treppe hinunter, geradewegs in das Arbeitszimmer seines Vaters. Was er dort sah, ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren: Sein Vater lag reglos vor dem Kamin, seine Kleider waren verbrannt worden. Der Kamin brannte noch und im Feuer konnte Artjom eine fürchterliche Fratze erkennen, verzerrt vor Wut. Als das Gesicht ihn sah, heulte es und verschwand und das Feuer griff auf das Zimmer über und setzte alles in Brand. Artjom rannte zu seinem Vater und schrie: »Papa!«, aber der atmete nicht mehr und es war kein Puls zu fühlen.
Artjom fing an zu weinen, doch ihm war klar, dass er sterben würde, wenn er im Haus blieb. Also rannte er zur Tür des Zimmers und in den Flur hinaus, aber das Feuer wütete schon im ganzen Geschoss. Ohne etwas sehen zu können rannte er durch den Flur in Richtung Haustür, dann aber stürzte hinter ihm ein Balken zu Boden und ein heißer Splitter traf ihn ins Gesicht und hinterließ eine tiefe Wunde. Artjom schrie vor Schmerz, doch er rannte weiter. Er schaffte es zur Tür, stürzte hinaus in die kühle Nachtluft und rannte weg von dem
brennenden Haus.

Die Polizei glaubte ihm die Geschichte mit dem Gesicht aus Feuer nicht. Sie vermutete, dass der Junge unter Schock gestanden hatte und die Trauer über den Tod seines Vaters in seinen Gedanken ein Monster erschaffen hatte. Sie bemitleideten ihn einfach und gaben ihn in ein Waisenhaus. Aber Artjom hatte niemals vergessen oder angezweifelt, was in dieser Nacht passiert war. Er hatte sein ganzes Leben nachgeforscht, ermittelt und Berechnungen aufgestellt. Und dann hatte er etwas entdeckt.

»Diese Schwachköpfe werden es noch bereuen, dass sie mich jemals angezweifelt haben, dass sie mich für verrückt erklärt haben!«, knurrte er. Er würde das fortsetzen, an dem sein Vater gearbeitet hatte, und davor sein Großvater und davor die gesamte Generation der Kasakows. Ein Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, als er sich an seinen Vater erinnerte. Nach dem Tod seiner Mutter hatte er sich verändert, aber er hatte Artjom niemals schlecht behandelt oder ihn vernachlässigt. Sein Vater hatte ihn geliebt. Sein Gesicht wurde wieder finster. Er würde ihnen zeigen, dass er Recht hatte. Niemand hatte ihm geglaubt, aber er
wusste es. Sie wollten ihn in ein Irrenheim stecken, deswegen war er geflohen. Er war nach Frankreich gegangen und hatte sich versteckt, hatte im Stillen an seiner Arbeit weitergemacht. Das verlassene Haus, in dem er sich versteckte, war zwar kalt und ungemütlich, doch nur hier war er sicher vor der Welt. Ich werde es ihnen allen zeigen! Ich werde ihnen zeigen, was ein Kasakow anrichten kann!

Auf einmal klingelte sein Handy. Artjom zögerte. Es gab nur sehr wenige Personen, die wussten, wie man ihn erreichen konnte.
Er hob ab und sagte: »Hallo?«
»Hallo, Herr Kasakow«, antwortete eine Stimmest deutschem, die er nicht kannte.
»Wer zum Teufel sind sie und wie sind sie an meine Nummer gekommen?«, rief
er.
»Mein Name ist Stephan Volk«, sagte der Unbekannte, »ich bin sehr an ihrer
Theorie interessiert. Ich finde wir sollten zusammen arbeiten.«

Artjom lächelte.
Endlich.

6 Kommentare

Camilla am 4. Mai 2021

Sehr gern! Wir freuen uns schon!

Sunny am 4. Mai 2021

Die Fortsetzung steht bereits. Ich lade sie sehr gern bald hoch!

Camilla am 4. Mai 2021

Ich hoffe es geht weiter! Das Ende ist so rätselhaft... LG, Camilla

Jojo am 1. Mai 2021

Die Geschichte ist echt super!! Du hast großes Talent!!

noname am 30. April 2021

Tolle Geschichte! Mir gefällt sie mega gut, bitte schreibe weiter

Lari am 30. April 2021

Ich finde die Geschichte ist echt spannend und sehr gut geschrieben. Ich würde mich auf eine Fortsetzung sehr freuen