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Minna

Der Sternenwanderer

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Er wanderte, unendlich lang,
Kein Singen, kein Lachen, kein Abschiedswort,
Ihm war so kalt, ihm war so bang,
Er musste fort, er musste fort.

Sein blaues Kleid die Sternen zierten,
Und leuchteten den Weg,
ihn durch Dunkelheit und Schatten führten,
Über Brück und Stein, Wolk’ und Steg.

Er wanderte zu fremden Ländern,
wurde wissend dort,
Flüsse, zergliedert in blauen Bändern,
Sie mussten fort, sie mussten fort.

Sternenwanderer nannten sie
Ihn, der niemals findet Ruh,
Der, der wandelt, haltet nie,
Macht nie die müden Augen zu.

Wenn er folgt den seinen Wegen,
Von der Sternen silbern Hort,
Wenn sie sich zum Schlafen legen,
Dann muss er fort, dann muss er fort.

Und zierte seine Kron’ der Mond,
Und glänzte wie die Sterne,
Und leuchtete sein Haar, so blond,
Bis weit, weit in die Ferne.

Und immer weiter trugen ihn,
Seine Füße, von Ort zu Ort,
Und für dich er lieblich schien,
Doch du musstest fort, du musstest fort.

Und er wollte folgen dir bis weit,
Weit bis in die Nacht,
Wollte folgen bis zum End der Zeit,
Wo nicht mal mehr die Sonne lacht.

Du wolltest kehren, ihn zu finden,
Doch blieb er leider dort,
Dort wo alle Sachen schwinden,
Ihr musstet fort, ihr musstet fort.

Und trennt euch nun die ganze Welt,
Doch liebt ihr euch so lange,
Ihr beide nur die Sterne zählt,
So wird dem Dunkel bange.

Kommentar

Goupi am 14. Februar 2020

Wow Über einen so langen Text dann auch noch Reime zu finden, ist schon krass. Tolles Gedicht LG Goupi