X

Minna

Diese Narben hier

Diese Geschichte drucken

Liebe Leserinnen und Leser, dieses Gedicht könnte eventuell für manche Menschen ein Auslöser für negative Gedanken und Gefühle sein. Bitte gebt auf euch Acht!
Liebe Grüße, Minna :)

Sie malte Narben auf ihren Arm,

Und lächelte dabei,

Und das einzige, was sie denken konnte,

War, wann ist es vorbei?

Die Narben zeichneten bleiche Muster,

Auf ihrer bleichen Haut,

Und wann, oh wann, das dachte sie,

Hatte man ihr das Licht geklaut?

Und da flossen ihre Emotionen,

Aus und raus aus ihr,

Und ihr blieb nichts und wieder nichts,

Als diese Narben hier.

Und sie tanzte in den Erdbeerfeldern,

Im silbern’ Sternenlicht,

Und badete im grünen Fluss,

Doch war sie dabei glücklich nicht.

Sie weinte Blut, nicht Tränen, klar,

Sie konnte’s nicht ertragen,

Und immer, immer musste sie,

Sich nach dem Ende fragen.

Weil der Nebel füllte ihren Geist,

Mit Dumpfheit, doch mit Zier,

Und trotz des Graus, da gab es nichts,

Als diese Narben hier.

Und als sie mit ihrem Wahnsinn tanzte,

Zu langsamer Musik,

Da wusste sie, es war vorbei

Blut auf dem Mosaik.

Sie lag da, lächelnd,

Augen zu, und am Ende blieben ihr

In der Lache ihres Bluts,

Nicht mal die Narben hier.

5 Kommentare

Helene am 21. Oktober 2020

Voll schöne Geschichte, mega.Ich schreibe gerade auch ein Buch, es heißt Die vier Hufeisen.

Bingo am 20. Oktober 2020

Wirklich toll geschrieben. Hätte ich nicht geschafft

Zoë am 19. Oktober 2020

Ich weiß gar nicht so richtig, was ich dazu sagen soll ... Auf jeden Fall gefällt es mir, auch wenn ich nicht so richtig sagen kann wieso. Wie bist du denn auf dieses dieses eher seltene Thema für ein Gedicht gekommen?

Pia am 17. Oktober 2020

WOW !!!! Das ist echt mega geschrieben! Kompliment!!!!!

Lena am 15. Oktober 2020

Traurig aber mega gut gemacht