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Minna

Er kommt

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Die Wolken ziehn über mir hinweg, hinterlassen Flecken von blauem Himmel.
Vor den Bergen türmen sie sich auf, zu einem grauen Fleck am Horizont.
Der Wind wispert mir zu, flüstert durch die Bäume, dass er kommt.
Ich denke nicht länger darüber nach.
Einfach im Gras liegen. Im Hier und jetzt, die Welt weggesperrt.
Der Wind spricht jetzt, stärker, dringlicher. Ich ignoriere es erneut.
Er braust durch das Feld, hinterlässt eine schnell verschwindende Spur. Ich seufze.
Wäre gerne ein Staubkorn, verweht vom Winde. Klein und unwichtig, unbeachtet, ungesehen.
Verweht vom Winde.
Er kommt. Er kommt. Ich kann nicht mal mehr aufstehen, da ist er schon da.
Die Warnungen des Windes waren vergebens. Das ist jetzt egal. Er kommt, er ist da.
Der Regen. Und am Ende ist es doch egal.
Vom Winde verweht oder vom Regen fortgespült?

3 Kommentare

Lorito am 9. Mai 2020

Ich finde, dass du sehr schön schreibst. Versuche mal einen etwas längeren Text zu schreiben. Du hast das Zeug dazu!

Käpt'n SunnySophie am 7. Mai 2020

Wow, das ist echt superschön. Das hat etwas von einem Gedicht. Der Anfang ist etwas gruselig und ungewiss, wird aber richtig klasse durch das Ende abgerundet. Mir gefällt es sehr! LG Sophie

Lena am 6. Mai 2020

Hallo, ich finde es echt toll