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Minna

Er nimmt

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Sie sagen, nimm und gib zurück,

Sie sagen, es gibt Leid und Glück.

Sie sagen, dankbar sein, und leben,

Immer geben, immer geben.

Doch jemand nimmt nur, will nicht teilen,

Und Wunden werden niemals heilen.

Er nimmt, bis nichts zum nehmen gibt,

Er alles will, was jemand liebt.

Er nimmt er nimmt und was er bringt,

Ist Sorgen, Trauer die er trinkt.

So gierig saugt er Tränen auf,

Und trägt was fort, hinab und rauf.

Er trägt sie weg, nimmt sie dir fort,

Weit weg an einen fernen Ort.

Sie sagen, blicke stets voraus,

Das ist der einz’ge Weg hinaus.

Sie sagen, aus Schwarz kann Farb’ entspringen,

Und Freude, Glück und Mut dir bringen.

Und doch mein Leben grau, aus Stein,

Und ich glaub, ich bin sehr, sehr allein.

So viel Leid und so viel Sterben,

Mein lichter Traum, er liegt in Scherben.

Und weiter nimmt er, Stück für Stück,

Gibt nichts mehr hin, gibt nichts zurück.

Und Vögel fallen, Soldaten auch,

Und Feuer brennen, geben schwarzen Rauch,

Baum und Blume, Mensch und Tier,

Er trägt alles weg, weit fort von hier.

Sie sagen, Gras ist grün und Blut ist rot,

Und er nimmt alles, G’vatter Tod.

6 Kommentare

Klara am 1. Juli 2020

Die Reime sind voll cool.

Janis am 6. März 2020

Ich fand die Reime am besten in deinem Gedicht.

Timi am 6. März 2020

Ich fand es lustig, weil viele Tiere in der Geschichte vorkommen.

Sofie am 6. März 2020

Cool

Sofie am 6. März 2020

Dieses Gedicht ist der Renner. Super.

Sarina Clearwater am 18. Februar 2020

Wow, also ich bin echt baff!!!!!!!!!! Das ist mega mega gut!!!! Ich wünschte, ich könnte das auch so gut wie du. LG Sarina