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Minna

Höllenfeuer

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Feuer brüllt und Äste krachen,
Flammen lecken, Tiere rennen,
alles verschluckt der rote Rachen,
Es soll brennen, es soll brennen!

Die schwarze Nacht, vertreibt von Rot,
züngelnd, fressend, schlingend,
oh, wie hell das Feuer loht!
Oh, alle nieder, nach Atem ringend!

Singt der Donner, singt die Nacht,
Singt der Wald sein klagend Ende,
Das Feuer hat sein Werk vollbracht,
Dass es der Welt seine Wärme spende!

Das Feuer beißt, das Feuer lacht,
das Feuer sich durchs Dickicht bohrt,
und hat es nun verbrannt die Nacht,
will‘s weiter geh’n, von Ort zu Ort.

Kalt wird unerträglich heiß,
Die Dunkelheit, sie weicht dem Feuer,
alles verkohlt, die Asch‘ wird weiß,
und zahlen muss die Erde teuer!

Aus der Höll‘ die Flamm entfacht,
aus der Höll‘ sie schlingt,
hörst du, wie der Teufel lacht,
während die Erd‘ um ihr Leben ringt?

Und Dämonen tanzen Tänze,
bis ins Morgenrot,
und die Flamm‘ schließt ihre Kränze,
Oh, wie Höllenfeuer loht!

2 Kommentare

Charly am 10. Oktober 2020

Ich finde es richtig klasse! Du hast in diesem Gedicht genau den Stil getroffen, den ich gerne lese und schreibe. Liebe Grüße

Lotte Leselust am 23. September 2020

MEGA gut Minna, wir haben gerade Gedichte in Deutsch, so etwas ist total inspirierend. Love you