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Lucy

Meine Freundin und ich

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Kapitel 1

Hi an alle. Ich hatte in letzter Zeit mal wieder Lust, eine neue Geschichte von mir einzusenden. Also habe ich mich umgesehen und nach Inspirationen gesucht, und das kam dabei raus… Die Geschichte ist länger als der kleine Anfang. Wenn euch der Anfang gefällt, würde ich das nächste Kapitel einsenden. Ich muss selbst sagen, dass das erste Kapitel nicht so vielversprechend ist, aber ich hoffe, dass ihr trotzdem am 2. Kapitel interessiert seid. LG Lucy

Mein Name ist Meghan. Meghan Salman. Und ich werde euch meine Geschichte erzählen…

Wie schon gesagt heiße ich Meghan. Meine Freunde und Klassenkameraden nennen mich Meg. Ich bin 14. Ich fange einfach mal von vorne an…

Ich war drei Jahre alt, als ich sie zum ersten Mal traf. Ich bin aus einer anderen Stadt hergezogen und wir waren im gleichen Kindergarten. Ab dem ersten Tag an waren wir befreundet…
Elf Jahre zuvor…
Die Tränen liefen und liefen. Ich glaube, ich habe noch sie so sehr geweint. Nicht mal, als ich damals die Treppe runtergefallen bin oder als ich gegen die Glastür gerannt bin oder als ich mir beim Fahrradfahren das Knie aufschlug. Die Erzieherin versuchte vergebens mich aufzumuntern. Die anderen Kinder schienen mich noch nicht bemerkt zu haben oder ignorierten mich eiskalt.
Mamaaa!!! Komm zurück! Ich kenne die Kinder alle gar nicht. Mama!
Mittlerweile hatte die Erzieherin, glaube ich, keine Lust mehr auf mein Rumgeheule und ließ mich in Ruhe.
Da zog plötzlich jemand an meinem Ärmel und ich sah auf. Vor mir stand ein Mädchen mit feuerrotem lockigem Haar. Sie lächelte mich schief an. Ich wischte mir die Träne weg und ließ mich von ihr hochziehen.
„Ich bin Josi und du?“, fragte sie und blickte mich neugierig an.
„Meghan“, schniefte ich und sah sie aus meinen großen blauen Augen an.
„Hast du denn gar keinen Spitznamen?“, fragte sie mich und sah mich an, als wäre es das Normalste der Welt einen Spitznamen zu haben.
„Nein. Hast du einen?“
„Ja, Josi. Habe ich doch schon gesagt… Mhhh… Meggen. Da fällt mir grad auch nichts ein.“
„Ich heiße Meghan, nicht Meggen.“, korrigierte ich sie. Ich weiß, es war gemein, aber ich war nun mal nicht Meggen.
„Ja, sag ich doch. Meghan. Also, komm. Wir gehen mal zu Lissa und fragen sie nach einer Idee.“, sagte sie und zeigte mit dem Finger auf ein Mädchen mit langen blonden Haaren. Schweigend folgte ich ihr. Ich war einfach zu verdutzt über Josis Verhalten.
„Wer ist das?“, fragte das Mädchen, das Lissa hieß. Ich fand ich es komisch, dass sie mich nicht persönlich fragte. Aber ich fand sie cool. Von Anfang an.
„Ich bin Meghan.“
„Du, Lissa. Hast du einen Spitznamen für Meghan?“, fragte Josi und lächelte Lissa dabei die ganze Zeit breit an.
„Meghan, Meghan…“
Damals hatte ich die Hoffnung schon verloren, je einen Spitznamen zu bekommen. Doch Josi sah sie so bittend und drängend an, dass sie mir gleichzeitig das Gefühl gab, ihr wichtig zu sein. Und so lächelte auch ich langsam. Jedoch sehr schüchtern.
„Meghan… Ich hab’s!!! Meggi!!!“, rief sie und ich hätte gut schwerhörig werden können, so laut schrie sie den Namen. Doch ich war zu glücklich. Ich hatte einen Spitznamen!
„Juhhuuu!“, jubelte Josi und ich stimmte ein.
Danach ging der Tag schnell zu Ende und ich war froh so schnell eine Freundin gefunden zu haben. Josi. Was war eigentlich ihr ganzer Name? Das hatte ich ganz vergessen zu fragen.

Kapitel 2

Das ist meine erste Erinnerung an Josi. Ich habe später noch herausgefunden, dass sie Josefine heißt. Vielleicht zwei Wochen nachdem waren wir und Lissa, die eigentlich Elisabeth heißt, beste Freundinnen. Die vierte im Bunde bildete Elana. Wir haben sie in der ersten Klasse kennengelernt und wurden direkt zu Freundinnen, als ich ihr einmal half.

---8 Jahre zuvor…---

„Elana, komm bitte nach vorn und rechne diese Aufgabe aus“, fordert unsere Mathelehrerin sie auf. Ich ziehe scharf Luft ein. Das war keine gute Idee. Elana scheint mir ein ziemlich emotionaler Typ zu sein, der sehr nah am Wasser gebaut ist. Ich beobachte, wie sie langsam aufsteht, ihren Stuhl an den Tisch schiebt und an die Tafel geht.
„Ähm… also… 10-3…“, Elana atmet tief ein und aus und ich kann sehen, dass etwas in ihren Augen glitzert, sie verkneift sich die Tränen. Irgendwie tut sie mir leid, auch wenn es keinen Grund dazu gibt. Die Aufgabe ist super leicht und ich weiß, dass sie das kann. Sie ist einfach nur ziemlich aufgeregt.
Unsere Mathelehrerin sieht sie erwartungsvoll an. Sie ist bekannterweise eine der strengsten Lehrerinnen an unserer Schule. Ich halte es nicht mehr aus und zeige Elana heimlich mit meinen Fingern eine 7, als sie zu mir sieht. Sie lächelt.
„10-3 ist gleich 7“, antwortet sie und schreibt das Ergebnis an die Tafel.
„Super, Elana. Das hast du gut gemacht. Du kannst dich wieder hinsetzen“, lobt unsere Lehrerin.
Elana lächelt mich an und formt mit den Lippen ein ‚Danke‘, ich lächle zurück.
In der Pause setzt sie sich mit zu Josi, Lissa und mir.
„Danke, Meghan. Das gerade war echt nett von dir“, sagt sie.
„Kein Problem, nenn mich einfach Meggi“, sage ich und beiße noch einmal in meinen Apfel.
„Mich kannst du Lissa nennen und Josefine einfach Josi“, erklärt Lissa.
„Cool, ich bin Elli. Wo kommt ihr eigentlich her? Kennt ihr euch schon aus dem Kindergarten?“, fragt sie daraufhin.
„Ja, wir kennen uns jetzt schon 3 Jahre lang. Kennst du etwa keinen von hier?“, erwidert Josi daraufhin und sieht Elli neugierig an.
„Ne. Ich bin neu hier. Meine Eltern haben beschlossen, dass wir umziehen, weil mein Papa hier einen besseren Beruf bekommen hat. Deshalb kenne ich noch keinen.“
„Nicht schlimm, jetzt kennst du ja uns. Wir können doch Freunde sein, oder? Was meint ihr?“, sagt Lissa und schaut uns erwartungsvoll an.
„Ja, gern“, sagen Josi und ich.
„Echt? Das wäre super!!“, Elli strahlt übers ganze Gesicht.
Und so leicht war das ganze beschlossen…

4 Kommentare

Fenja am 6. März 2020

Ich finde die Geschichte sehr schön, weil es dort um Freundschaft geht

Meike am 6. März 2020

Ich fand deine Geschichte sehr toll. Am liebsten würde ich nochmal ein Kapitel lesen.

Sophie am 9. August 2019

Liebe Lucy, ich finde deine Geschichte wunderschön! Ich würde deine Fortsetzung sicher auch gerne lesen!

Teresa Fünkchen am 27. Juli 2019

Also ich wäre interessiert an einer Fortsetztung da ich den Zusammenhang nich nicht wirklich verstehe und ich denke, das gibt sich wenn man mehr liest!