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Lavinia

Merlin und Rose. Das Wunschpferd

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Es waren einmal zwei Kinder namens Merlin und Rose, die lebten auf einem armen Bauernhof am Rand der Alpen. Ihre Eltern waren schon tot und sie lebten von da an bei ihrer bösen Tante Mirella.


Sie mussten Tag für Tag hart für Mirella arbeiten und bekamen dafür nur einen Brocken altes Brot und ein halbes Glas Wasser. Mirella hatte immer neue Klamotten und aß sich jeden Tag so voll, dass sie kaum noch gehen konnte. Die Kinder trugen nur zerfetzte Lumpen.


Eines Tages fuhr die Tante in die Stadt um einzukaufen. Das nutzten die Kinder aus und liefen hinaus in den Wald. Sie sammelten Pilze und liefen immer weiter in den Wald, bis sie zu einer Lichtung kamen. Am Rand der Lichtung floss ein kleiner schmaler Bach, der immer breiter wurde. Blumen blühten und Grashalme wogen sich sacht im Wind. Es war wie im schönsten Traum.


Da sahen sie einen Schatten über die Wiese huschen. Merlin und Rose schrien laut auf und klammerten sich aneinander. Doch dann hörten sie ein Wiehern und lösten sich langsam wieder voneinander. Vor ihnen stand ein wunderschönes, schneeweißes Pferd mit Blumen bestückt.

"Was ist das!" Merlin hatte vor Schreck geweitete Augen.

"Ich bin das Wunschpferd aus Alaska", hörten sie eine schöne Stimme sagen. "Wünscht euch was".

Rose staunte. "Was? Also... Wir können dir nicht unseren Wunsch anvertrauen!", sagte sie schließlich.


"Doch ihr habt einen großen Wunsch!"

Die Stimme hörte sich sehr vertraulich an, aber sie zögerten. Rose und Merlin hatten sehr viel Angst vor dem Pferd, aber noch mehr Angst vor ihrer Tante, denn ihr größter Wunsch war es, ein schöneres Leben führen zu können. Sie hatten Angst, das Pferd könne den Wunsch nicht erfüllen und die Tante könne sie hören.

"Kommt!"

Das Pferd verneigte sich und ließ die Kinder aufsteigen ,dann stieg es in den Himmel. Die Luft wurde immer dünner und sie schliefen ein. Als sie wieder aufwachten, standen sie vor einem wunderschönen Schloss mit tausenden Edelsteinen. Von nun an bekamen sie Essen so viel sie wollten und hatten wunderschöne Kleider.


Als die Tante mitbekam, dass die Kinder nicht mehr da waren, weinte sie bitterlich, denn sie dachte, sie hätten ein besseres Leben bekommen und sie würde nie in den Himmel kommen, sondern in die Hölle. Was aus den beiden Kindern wurde hat nie jemand erfahren.....

2 Kommentare

Lavinia am 16. Januar 2018

Danke, Mondpfote

Mondpfote am 14. Januar 2018

Wunderschön!