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Minna

Ohne Dich?

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Ohne Dich?
Meine Hände sind benetzt vom Regen,
kalt von den Tropfen, die um mich fegen.
Ich zittere, meine Hände auch,
Bis zu den Knochen dringt der Hauch,
Fast verflogen, doch stechend kalt,
er sich an meinen Körper krallt.
Ich steh nur da, erfrierend und nass,
Der dumpfe Schmerz, der flammende Hass.
In den Himmel schau ich rauf,
die kurze Blindheit nehm ich in kauf.
Ob ich lächle spür ich nicht,
die Taubheit kriecht mir ins Gesicht.
Meine nackten Füsse, blutig benetzt,
sind nicht so wie mein Herz verletzt.
Wie eine Trauerflut mit eisiger Gischt,
letztendlich jedes Licht erlischt.
Das Dorf ist still, kein Laut erklingt,
nur der Wind, der klagend, leise singt.
Auch das Prasseln des Regens erfüllt die Nacht,
Der Blitz erhellt, der Donner kracht.
Quälende Entscheidung, was kommt nun,
Was soll ich hier auf Erden ohne dich tun?
In den Himmel zurück kann ich nicht gehn’,
Die Tore könnt’ ich nicht mehr sehen.
Gefallene Engel, hier auf Erden,
Doch du wirst frisch ein Engel werden.
Zu kalt. So wie deine letzte Ruh,
zu kalt, mach meine Augen zu.
Meine Flügel tragen mich nie mehr fort,
nie mehr an den allerschönsten Ort.

6 Kommentare

Alaska am 19. März 2020

Deine Gedichte sind wunderschön!!! Mach weiter so!!! LG Alaska

Tilda am 26. Oktober 2019

Schön und traurig gleichzeitig.

Phönixfeder am 25. Oktober 2019

WOW. Das ist alles was ich sagen kann. Dein Gedicht (oder ist es eine Ballade?) ist so schön... Bravo LG Phönixfeder

Sophie am 21. Oktober 2019

O.M.G.!!! Wie kannst du das nur??? Du hast so tolle Reime eingebracht und überhaupt...es ist alles voll schön! Es würde mich freuen, wenn du weiterhin so schöne Gedichte schreibst! : ) Lg Sophie; )

Lotte Leselust am 21. Oktober 2019

Mega schön!!! Wie machst du das? LG Lotte

Jojo am 20. Oktober 2019

Wow!!! Wie kannst du so unglaublich gut schreiben? Jedes Wort passt irgendwie perfekt und... ich könnte das nie! Also das ist ein mega schönes, schauriges, trauriges Gedicht mit viel Talent geschrieben