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Minna

Schicksalsgesang

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Das Schicksal holt mich langsam ein,
wie vorbestimmt, so soll es sein.
Bald werde ich mich nicht mehr bewegen,
keinen einzigen Finger mehr regen.
Langsam verbreitet es sich, tödlich jedoch,
genau ein Tag bleibt uns noch.
Du lächelst mich schräg und traurig an,
auch dich befällt der schlimme Bann.
Wir sitzen hier im fallenden Schnee,
die Kälte tut mir so, so weh.
Doch du bist‘s wert, es trügt der Schein,
ich bin glücklich, will ewig bei dir sein.
Doch das Gefängnis aus Stein befällt auch die Seelen,
du wirst mir so unbeschreiblich fehlen.
Doch kein Entkommen aus der steinernen Schicht,
den Weg zum Himmel beschreiten wir nicht.
Doch auch nicht den, so tief hinab,
auch nicht den in ein dunkles Grab.
Über das Lied wachen werden wir,
als verwitterte Steine bleiben wir hier.
Wind, Wetter, Schnee und Regen,
werden unnachgiebig um uns fegen,
andere werden nur Statuen sehen,
Aber wachend werden wir hier für immer stehen,
kein Feind wird uns jemals bezwingen,
während wir unsere Lieder singen.

7 Kommentare

Liv am 29. Mai 2019

Dein Gedicht ist echt schön, Minna!!! @Liv: Lustig, ich heiße auch Liv!

Minna am 28. Mai 2019

@Kathie Omg danke

Kathie am 27. Mai 2019

Oh Minna ... ich liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe deine Gedichte Falls du jemals traurig bist : 1. zur Cornelia Funke HomePage gehen 2. deine Gedichte anklicken 3. die tausenden positiven Kommis lesen 4. lächeln

Teresa Fünkchen am 26. Mai 2019

Ach ja...*seufz* Einfach nur schön! @Liv. Sie hat schon so viele andere Gedichte (in übelst kurzer Zeit) geschrieben, dass ich sie nicht mehr zählen kann...

Minna am 26. Mai 2019

@Liv Ja, auf der Website gibt es viele Gedichte von mir

Bon45 am 26. Mai 2019

Another amazing poem, Minna! Keep it up!!

Liv am 26. Mai 2019

Wunderschön. Das Gedicht gefällt mir wirklich richtig gut. Hast du auch noch andere Sachen geschrieben?