Die furchtlose Frieda und die geraubten Prinzen
Man muss nicht so groß und stark sein wie ein Riese, um sich mutig einer Aufgabe zu stellen.
Eine Riesin treibt ihr Unwesen und raubt alle Prinzen des Landes. Jeder Ritter, der ihr das Handwerk legen und die Prinzen befreien möchte, verschwindet ebenfalls. Jetzt kann nur noch eine helfen: die furchtlose Frieda! Mutig reitet sie in das Schloss der Riesin, kämpft gegen einen fünfköpfigen Hund und steht schließlich der großen Übeltäterin gegenüber...
- Erstmals erschienen 2026
- Lesealter Ab 4 Jahren
- Illustriert von Annette Swoboda
- Verlag Loewe
- Erhältlich bei genialokal.de
In ihrem Schloss hatte die Riesin ein Puppenhaus mit vielen kleinen Zimmern. Dort steckte sie die Prinzen hinein. Die schönsten bekamen die größten Zimmer und die klügsten benutzte Grauseldis als Schachfiguren. Sie kochte ihnen köstliche Mahlzeiten und spielte ihnen auf der Laute vor, aber das Puppenhaus durften sie erst wieder verlassen, wenn sie der Riesin nicht mehr gefielen ...
Jahrelang ging das so.
Bis Grauseldis eines Tages den schönen Prinzen von Kleinpistazien raubte. Er bewunderte sich gerade im Spiegel, als Grauseldis mit ihren Riesenfingern durchs Fenster griff und ihn in ihre Handtasche stopfte.
Seine Mutter, Königin Adelheit, war verzweifelt. Eine Million Goldstücke bot sie dem, der ihren Sohn befreien würde.
Es meldeten sich viele Ritter, aber nicht einer kehrte vom Schloss der furchtbaren Riesin zurück. Grauseldis warf sie alle in einen dunklen, geuchten Kerker. Königin Adelheits Verzweiflung war grenzenlos und tränenreich.
Aber eines Morgens wurde ihr wieder ein Ritter gemeldet. In roter Rüstung rat er vor ihren Thron.