Geschichten aus dem Apfelweg

Geschrieben von Melia Schmelz

MIEZI

Komm mit mir an einen ruhigen Ort. Dort steht ein kleines, altes Haus in einem stillen Garten voller bunter Blumen und toller Gerüche. Dieser Garten - oh ja, dieser Garten - ist der schönste auf der ganzen Welt. Schnurr! Vielleicht fragst du dich jetzt, warum ausgerechnet dieser Garten so besonders ist. Ich will es dir verraten: In diesem Garten und Haus gibt es immer etwas Neues zu entdecken! Zwischen den Sträuchern wachsen Beeren und manchmal kommt sogar ein Mäuschen vorbei. Und im Haus wohnt ein alter Mann, der immer für einen Spaß zu haben ist.

Ich lebe hier, seit ich denken kann, und weißt du was? Ich kann mir kein schöneres Zuhause vorstellen. Nun ist es aber wirklich an der Zeit, dass ich mich vorstelle. Mein Name ist Miezi und ich bin die vierte Katze, die dafür sorgt, dass keine Maus ins Haus kommt. Ich möchte dir gerne von einem alten Herrn erzählen. Er war früher nämlich gar nicht so alt und hat genauso viel erlebt wie ich. Im Apfelweg wohnen Hunde, Katzen, Hasen und Menschen. Und genau von ihnen handeln diese Geschichten. Wir erzählen sie dir, damit sie nicht verloren gehen und du sie weitergeben kannst. Mach es dir gemütlich. Wir fangen am besten ganz am Anfang an, als mein alter Herr in den Apfelweg zog und daraus ein Zuhause für uns schuf.

HARRO

WUFF! Das stinkende Müllauto rollt wieder durch unsere Straße. Ich belle wütend, denn ich mag das Müllauto nicht. Obwohl ... das Müllauto mag ich, aber den Menschen, der es fährt, mag ich nicht. GRRRH!
In unserem alten Haus gab es auch einen Zweibeiner, der das Müllauto fuhr und mir immer Leckerlis zusteckte. Dieser Müllmann war freundlich. Ich habe ihn immer begrüßt und mich gefreut, wenn er wieder da war. So auch in unserem neuen Heim, doch dieser Mensch mochte mich nicht. Er hätte lieber sagen können: „Geh!" und ich wäre ihm aus dem Weg gegangen. Doch dieser Mensch war zornig und gab mir mit seinem Handschuh eins auf die Nase.
Fieps! Das tat weh! Er hätte doch nur sagen müssen, dass ich gehen soll. Seitdem mag ich die Müllabfuhr nicht leiden und belle wütend, wenn sie unseren Müll holen kommt. Mein Freund Felix kommt dann meist angeflitzt, um mich zu beruhigen. Er ist ein kleiner schwarzer Kater mit weißer Nase und Vorderpfötchen. Er beginnt beruhigend zu schnurren.
„Na, na, mein Freund. Hunde dürfen nur bellen, nicht beißen. Du bist ein Wachhund. Lass den Müllmann Müllmann sein, er tut uns nichts."
„Du hast recht, Felix", brumme ich, „das Leben ist zu schön, um sich wegen alter Streitereien zu ärgern. Lass uns gucken, ob Meister Reinicke wieder am Kaninchenstall herumstreunt!"
Felix schnurrt zustimmend und wir streifen gemeinsam durch den Garten. Ich schnüffele ein wenig in unserem Gemüsegarten herum, während Felix einen Spatz den Kirschbaum hinaufjagt. Er lässt den Vogel weiterfliegen und macht es sich in seiner Astgabel bequem. Ich wühle mich in der Erde und lasse mir die Sonne auf den Bauch scheinen. Herrlich! Felix beobachtet mich von seinem Ast aus. Ein paar Vögel fliegen am Himmel und eine Biene summt an meinem Ohr vorbei.
„Frauchen wird dich ausschimpfen, wenn du dich so schmutzig machst und dann mit den Kindern spielst."
„Frauchen weiß aber auch, dass man Kinder waschen kann", sage ich und höre schon die Kinder lachen.

Zu dieser Geschichte gibt es 1 Kommentar

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Tintenweber – 19. Juli 2026

Hi, deine Geschichte ist super, aber der Titel passt nicht ganz dazu, weil die Tiere- Miezi und Harro- sich erst mal vorstellen. Tschüss!