Catherine Kuhlmann Kunststudentin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Foto: Michael Orth

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Catherine kommt aus einem kleinen Ort nahe Münster. 2013 wurde sie an der HAW Hamburg für das Illustrationsstudium zugelassen. Seitdem ist sie im Norden zuhause. Zeichnen, Malen und Kreativität im Generellen gehörten schon immer zu Catherines großen Leidenschaften.

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Foto: Michael Orth

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Was hat dich zur Kunst gebracht?

Es fällt mir schwer, das an einem bestimmten Punkt festzumachen. Als Kind ist es normal, zu zeichnen, zu malen und sich eigene Geschichten auszudenken.

Niemand hinterfragt, warum man sich als Kind gerne kreativ ausdrückt. Diese Ausdrucksform fühlt sich für mich immer noch am natürlichsten an und ist so etwas wie meine innere Heimat.

Wie hat sich für dich die Möglichkeit ergeben, an Cornelias "Artists-in-Residence-Programm" teilzunehmen?

Das war ein wirklich großes Glück. An der HAW wurde vom Dressler Verlag in Zusammenarbeit mit Cornelia ein Wettbewerb ausgeschrieben: Alle Studierenden bekamen die Chance, eine Illustration zu einem Text von Cornelia anzufertigen.

Cornelia wurde eine Auswahl von zehn Illustrationen geschickt, aus denen sie zwei Illustratoren auswählen sollte, die zu ihr nach Malibu reisen. Letztendlich haben ihr die Illustrationen so gut gefallen, dass sie alle ZeichnerInnen zu sich eingeladen hat. Dafür bin ich wirklich sehr dankbar.

Die Anregung zu ihren Illustrationen findet Catherine vor allem in der Natur oder in der Nähe zu Tieren. Sie spielt mit den organischen Formen und übersetzt sie in ihre eigene Bildsprache. Die natürliche begrenzung, die ihr durch den Zeichengrund vorgegeben wird, empfindet sie nicht als Einschränkung, sondern als ein weiteres Element der Illustration. (Foto: Michael Orth)

Die Anregung zu ihren Illustrationen findet Catherine vor allem in der Natur oder in der Nähe zu Tieren. Sie spielt mit den organischen Formen und übersetzt sie in ihre eigene Bildsprache. Die natürliche begrenzung, die ihr durch den Zeichengrund vorgegeben wird, empfindet sie nicht als Einschränkung, sondern als ein weiteres Element der Illustration. (Foto: Michael Orth)

Was muss neben Sonnencreme und Badeschlappen unbedingt mit dabei sein in deinem Koffer für die Reise nach Malibu? Und was erträumst du dir von der Zeit auf Cornelias Farm (warst du vorher überhaupt schon mal in den USA/ Kalifornien)?

Ich würde jetzt gern ganz romantisch davon sprechen, dass ich natürlich nur ein Notizbuch und Zeichenmaterialien benötige und sich der Rest von allein ergibt. Aber ich werde definitiv meinen Laptop (zum Schreiben) und mein iPad (zum Zeichen und Podcasts hören) brauchen. Und viele, viele Bücher.

Ich war noch nie in den USA! Ich habe aber seit Jahren regelmäßig den Traum, für einen Tag in New York zu sein und dort in Rekordzeit eine Liste von Sehenswürdigkeiten abarbeiten zu müssen. Daher wäre es für mich sozusagen eine Pflicht, nach der Zeit bei Cornelia noch nach New York zu reisen.

Was die Zeit auf der Farm betrifft, da freue ich mich besonders darauf, viele unterschiedliche Menschen zu treffen. Ich hoffe auch auf ein paar Autoren, da ich mich gerade mit dem Schreiben auf fremdes Terrain begeben habe. Und natürlich bin ich wahnsinnig gespannt darauf, Cornelia kennenzulernen.

Foto: Michael Orth

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Hattest du, bevor Corona die Reise in die USA unmöglich machte, bestimmte Pläne für die Woche in Kalifornien, z.B. ein Projekt, was du dort angehen oder fertigstellen wolltest, etc.?

An sich möchte ich für alles, was mich erwartet, offen sein und keine zu starren Ziele im Kopf haben. Allerdings hat sich, seitdem ich von der Reise erfahren habe, viel in meinem Leben verändert. Ich zeichne nicht mehr hauptsächlich, sondern habe damit begonnen, an einem Jugendroman zu arbeiten. Meine Geschichte an einem unbekannten Ort weiterzuschreiben und für alle neuen Einflüsse offen zu sein, die den Weg meines Romans ändern könnten, das wäre für mich eine gelungene Woche.

Foto: Michael Orth

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