Dara Shetty Schriftstellerin und Journalistin aus Innsbruck, Österreich
Dara hat Anglistik/Amerikanistik und Lehramt studiert. Derzeit lebt sie in Wien. Neben einem Praktikum bei der EU im Kommunikationsbereich schreibt sie gerade ihr erstes Buch, ein Coming of Age Roman über Trauer, Freundschaft und Einsamkeit. Dara liebt Hunde, Regentage, Gemütlichkeit, (am besten alles gemeinsam) und Fotografie.
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Was hat dich zur Kunst / zu deiner Arbeit gebracht?
Das kann ich gar nicht so genau sagen. Das Schreiben hat sich einfach bei mir eingeschlichen und ist geblieben. Wahrscheinlich haben mich die ganzen Bücher, die ich als Kind und Jugendliche verschlungen habe, geprägt. Mich hat es schon immer fasziniert, wie Autor*innen mit Worten ganze Welten erschaffen können – das wollte ich irgendwann auch können! Das hat sich bis heute nicht geändert. Nachdem ich zum Beispiel Benedict Wells‘ „Vom Ende der Einsamkeit“ gelesen habe, wollte ich unbedingt dieselbe Wortgewalt in mir finden und mit Worten so berühren können. Bei mir war das Zur-Kunst-Kommen eigentlich gar nicht so schwer, dort zu bleiben, erfordert viel mehr Geduld. Aber ich kenne kein besseres Gefühl, als nach stundenlangem (Über)Arbeiten, am Ende des Tages endlich einen Text vor mir zu haben, der so ist, wie ich ihn mir schon lange im Kopf vorgestellt habe.
Wie hat sich für dich die Möglichkeit ergeben, an Cornelias Artist in Residence Projekt teilzunehmen?
Dass ich an dem Artist in Residence Projekt teilnehmen durfte, entstand durch eine Aneinanderreihung von Zufällen. Für ein Magazin wollte ich jemanden zum Thema "Freigeist" interviewen. Da ist mir gleich Cornelia eingefallen, deren Bücher ich als Kind geliebt habe. Am Ende des Interviews hat sie mich dann nach Fraggina eingeladen. Ich habe mich unglaublich gefreut und war natürlich auch sehr nervös.
Wie hat dir die Zeit auf Cornelias Hof in Volterra gefallen? Hast du dort Inspiration gefunden?
Es war eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Ich habe nicht nur Ideen für Geschichten gesammelt, sondern auch eine tolle Gemeinschaft an Künstler*innen gefunden. Der Ort strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, die sich sofort auf einen überträgt. Das Schreiben ging mit einem Mal viel leichter von der Hand und die Worte kamen ganz von selbst. Ich glaube, bei der kreativen Atmosphäre, die in Fraggina herrscht und umgeben von der allgegenwärtigen toskanischen Natur kann man gar nicht anders, als inspiriert zu werden.
Was hast du von dort mit nach Hause genommen?
Das ist eine lange Liste! Zuallererst ganz viele Erinnerungen — von dem Ort, der Natur, dem Erlebten, dem Schreiben ... ich habe aber auch so viele tolle Menschen kennengelernt, die nicht nur wunderbare Künstler*innen, sondern auch echte Freunde geworden sind. In Volterra habe ich mir außerdem in einem kleinen Buchladen ein Lesezeichen gekauft, auf dem die typischen toskanischen Zypressen abgebildet sind. Wenn ich jetzt zuhause lese, habe ich die Toskana mit all ihren Erinnerungen stets bei mir.